Makalu 2014

Der Makalu ist mit 8463 m der fünfthöchste Berg unserer Erde. Sein Name stammt aus dem Sanskrit und bedeutet auf Deutsch „der große Schwarze“ (Maha Kala). Nur 22 Kilometer Luftlinie trennen ihn vom höchsten Berg der Welt, dem 8850 Meter hohen Mount Everest, der weiter östlich im Solu Khumbu gelegen ist. Der Makalu selbst liegt in Mitten der 1992 gegründeten „Makalu-Barun National Park and Conservation Area“, eines 2330 Quadratmeilen umfassenden Gebiets, das an den weiter westlich gelegenen Sagarmatha Nationalpark Nepals und Tibets „Qomolangma Natural Reserve“ im Norden anschließt.

Galerie

Historie
Obwohl die ebenmäßige Berggestalt des Makalu bereits früh Bergsteiger in seinen Bann zog, wehrten doch die unzugänglich steilen Eisflanken und nackten Felswände zunächst alle Besteigungsversuche schon im Gedanken ab. Erst im Frühjahr 1954 versuchten sich eine amerikanische Expedition unter William Siri und eine neuseeländische Mannschaft unter Sir Edmund Hillary am „Großen Schwarzen“, mussten jedoch unverrichteter Dinge wieder nach Hause ziehen. Mehr Erfolg war einer französischen Erkundungsexpedition unter Jean Franco im Herbst des gleichen Jahres gewährt, die mit sechs Mitgliedern immerhin den Nebengipfel, den Kangchungtse, 7678 m, erreichte. Im Frühjahr des Folgejahres setzte Franco dem noch eins drauf, indem er mit allen Mitgliedern seiner neunköpfigen Expedition vom 15. bis 17. Mai 1955 den Hauptgipfel bestieg (drei Wellen: 15. Mai Jean Couzy und Lionel Terray, 16. Mai Jean Franco, Guido Magnone und Sherpa Gyalzen, 17. Mai Jean Bouvier, Serge Coupé, Pierre Leroux und André Vialatte) – das erste Mal an einem Achttausender, dass alle Teilnehmer den Gipfel erreichten. Der Weg über die Westwand, den Makalu La – eine Einsattelung in 7400 Meter Höhe – und den Nordostgrat wird heute als „Franzosenroute“ bezeichnet. Ein Großteil der Besteigungen des Makalu vollzieht sich über diese Route.

Bemerkenswerte Besteigungen / Versuche am Makalu:
https://www.summitpost.org/makalu/150293

Route
soon to come
Ablauf
Trekking
Das lange Trekking ins Makalu BC ist von starken Kontrasten geprägt. Aus dem dicht besiedelten Kulturland des Solu Khumbu führt der Weg in die vergletscherte Eiswüste der Hochtäler des Hongu und Baruntals. Von Lukla, 2860 m, das mit dem Flugzeug angeflogen wird, folgt man dem Pfad zunächst auf der Hauptschlagader des Trekkingtourismus Richtung Mount Everest Basecamp.

Auf dem Weg werden Trekkern wie Bergsteigern so geläufige Siedlungen, wie Namche Bazar, 3440 m, Thengpoche, 3800 m, und Pangboche, 3940 m, passiert. Berge, wie der Tramserku, 6623 m, die Ama Dablam, 6856 m, oder Nuptse, 7861 m, Lhotse, 8516 m, und Mount Everest, 8850 m, stehen Spalier.

Durch unzählige Terrassenfelder und kleine Dörfer folgt man dem gut ausgebauten Weg stetig höher, bis die Vegetation immer karger wird und schließlich bei Dingboche, 4410 m, und Chukhung, 4730 m, die letzten Ortschaften vereinzelten Hochalmen weichen. Nun sind die Grenzen sowohl der Zivilisation als auch des Khumbu-Gebiets erreicht.

Der weitere Weg führt über die vergletscherten „Ice Cols“ ins Hongu- und schließlich ins Barun-Tal, in dem sich das Makalu Basislager befindet. Zunächst muss der bekannte Amphu Laptsa Pass, 5800 m, überquert werden, um ins Hongu-Tal zu gelangen. An den großen Seen der „Panch Pokhri“ (Fünf Seen) vorbei erreicht man das Basislager des Baruntse, 7129 m, eines bekannten Siebentausenders.

Nachdem das sogenannte „West Col“, 6135 m, erklommen ist, führt die ausgedehnte, mit Spalten übersäte Gletscherfläche des „Lower Barun Glaciers“ am Hochlager 1 des Baruntse vorbei zum „East Col“, 6150 m, der letzten Hürde der Überschreitung. Alle drei Passübergänge sind vergletschert, erfordern Blockkletterei und zum Teil längere Abseilmanöver. Sie sind nur dem routinierten Hochtourengeher zu empfehlen – dann aber ein besonderes Abenteuer.

Schließlich ist das karge Barun-Tal erreicht. Über das historische „Hillary Basecamp“, 4800 m, wird ins Seitental des Chago-Gletschers aufgestiegen. Nach einer mühsamen Gletscherquerung und einem steilen Aufstieg durch wegloses Blockwerk und Geröll kommt man im heute gebräuchlichen Basislager (o.a. ABC) des Makalu auf 5650 m Höhe an.

Nach der Zeit am Berg führt der Rückweg über den idyllischen Shipton La (Shipton Pass) vom Barun-Tal ins Tal des großen Flusses Arun zurück. Ausblicke auf die Achttausendergipfel Makalu, Mt. Everest, Lhotse und Kanchenjunga, üppige Natur mit Zwerg-Rhododendren-, Ahorn- und Birkenhainen sowie seltenen Gebirgstieren, wie Moschushirsch, Himalaya Tarh oder Schneeleopard, sind nur einige der vielfältigen Impressionen aus der Himalaya-Bergwelt, die die Zeit auch auf dem Nachhauseweg alles andere als langweilig gestalten.

Allmählich weicht die größtenteils unbesiedelte, von wenigen Yakalmen durchbrochene, Hochgebirgslandschaft besiedeltem Kulturland und Urwald. Dorf reiht sich an Dorf und das Klima wird immer subtropischer. Nach einer großen Hängebrücke, auf der der Arun-Fluss überquert wird, ist der Weiler Num erreicht. Kurz danach beginnt die Straße, die über Khadbari nach Tumlingtar, 430 m, führt.

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