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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Flucht aus dem BC
Vom 26.05.09

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Nur mit unseren Rucksäcken und den notwendigsten Dingen beladen, machen wir uns morgens früh um 6.00 Uhr aus dem BC auf die Flucht über French Col und Dhampus Pass. Des Gewichts wegen nehmen wir weder Zelte noch Kocher mit, nur unsere Schlafsäcke, und versuchen so leicht und schnell wie möglich den Weg über die Passe bis nach Marpha an einem Tag zurückzulegen. Ein Unterfangen, für das Trekkinggruppen normalerweise drei Tage benötigen. Nach morgendlichem Schneefall, der unsere Stimmung entsprechend drückt, bessert sich das Wetter zusehends. Am French Col, nach 4,5 Std Spurarbeit angekommen, erwartet uns ein uneingeschränkter Blick ins Hidden Valley und strahlender Sonnenschein. Entsprechend strahlen auch unsere Gesichter, als wir die Durchquerung des Hidden Valley antreten. Immer wieder sinken wir bis übers Knie in den Neuschnee ein, doch nach wie vor kommen wir sehr gut voran. Auch der Wiederaufstieg auf den Dhampus Pass stellt keine Schwierigkeit dar. Zügig haben wir die Passhöhe erreicht. Die Schneehohe auf der anderen Seite des Passes lässt hoffen. Doch dann zieht ein Gewitter im Kali Ghandaki auf und hüllt die Flanken der umliegenden Berge und uns ein...
Wir sehen kaum noch die Hand vor Augen, so peitscht Graupel und Schneefall auf uns ein. Die Höhe des Neuschnees in den Flanken steigt immer mehr an. Teilweise ist die Oberfläche vom Wind hart geblasen und trägt, immer wieder bricht sie aber auch und wir sinken bis übers Knie ein, so dass wir immer wieder abwechselnd spuren müssen. Die Sicht beträgt meist keine 5 Meter weit, so dass die Orientierung immer schwieriger wird. Zuletzt haben wir keine Chance mehr, den Weg noch unter der Schneedecke herauszulesen. Ein verfrühter Abstieg führt uns vom schneereichen Kamm in die tiefer liegenden schneefreien Wiesenflanken der obersten Yak-Almen. Doch in der einsetzenden Dunkelheit und dem noch immer vorherrschenden zähen Nebel können wir den Abstieg durch einen Felsriegel nicht finden. Nach einigen fruchtlosen Versuchen geben wir schließlich entnervt und total durchnässt auf und beschliessen bei großen Felsen ein Biwak zu beziehen, bis sich die Sichtverhältnisse am nächsten Morgen hoffentlich gebessert haben. Tatsächlich klart es gegen 5.00 Uhr auf und wir sehen die schmale Rampe und die Pfadspur, die wir in der Dunkelheit nicht entdecken konnten. Eine halbe Stunde später schon sind wir bei einem Yakhirten zu Gast und trinken heissen, gesüßten Tee. Welche Wohltat nach der feuchtkalten Nacht. Zum Glück hatten wir unsere Schlafsäcke dabei, um uns Wärme zu spenden. 3 Std später haben wir das Massiv auf guten Pfaden traversiert und kommen in Alubari, einer Hochalm, an. Nach weiteren 1,5 Std sind wir in Marpha im Tal angelangt und geniessen das heiss ersehnte Bier, das wir eigentlich schon für den Vorabend erhofft hatten. Dennoch sind wir froh, es rechtzeitig geschafft zu haben, auch wenn wir nicht komplett ungeschoren davon gekommen sind. Zum Ausgleich geht es noch am selben Tag per Jeep weiter nach Tasang Village in die gleichnamige Komfortlodge, die uns mit einer heissen Dusche und gutem Essen verwöhnt.


• Kategorie: Dhaulagiri 2009
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