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Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Gipfeltag
Vom 18.05.09

Copyrights by www.goclimbamountain.de

Pünktlich wecken und frühstücken wir, gegen 2.30 Uhr brechen wir trotz nach wie vor starkem Wind auf. Nach einem ersten, steilen Eishang kommen wir auf die Gratschneide, auf der der Wind umso beißender in Füße und Hände dringt. Bei einsetzender Dämmerung kommen wir an das Felsband, das den Beginn der langen Querung in die Gipfelflanke signalisiert. Es lässt sich kaum ein windstiller Platz finden, um sich bei der schwachen Morgensonne etwas Wärme in die Glieder flößen zu lassen. Nach einer kurzen Verschnaufpause nur machen wir uns schon auf den Weiterweg. Über ein breites kombiniertes Schneeband lässt sich der Beginn der Gipfelflanke einfach erreichen. Eine lange, ansteigende Querung führt über weite, steile Schneehänge weiter in die Flanke. Die Verhältnisse sind überraschend gut, die Schneemenge hält sich stets in Grenzen, so ist die Spurarbeit nicht allzu anstrengend. Nun lässt auch der Wind nach und wir können in einem geschützten Windkolk eine wohltuende ausgedehnte Pause machen. In der weitläufigen Gipfelflanke wird die Aufstiegsrinne zum Gipfel erst sehr spät ersichtlich, deren Basis von einer kleinen Felsinsel markiert wird. Bis hierher liegen wir sehr gut in der Zeit, auch das Wetter ist optimal, nach wie vor ist keine einzige Wolke am Himmel erkennbar, es ist warm und beinahe windstill. Die beiden Koreaner ziehen rechts an der Rinne vorbei und setzen auf eine Aufstiegslinie über die Gipfelschulter, der Japaner, der uns seit einer Weile überholt hatte, befindet sich kurz vor uns in der Rinne.

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Rupert ist ihm auf den Fersen, alle anderen sind ca. eine Stunde hinter ihnen. Der Aufstieg durch die steile Rinne, in der auch der Schnee plötzlich tiefer wird, ist sehr anstrengend und fordert die letzten Kräfte aller. Nach gut 14 Std. Gesamtgehzeit kommen die Letzten gegen 16.15 Uhr am Gipfel an, der sich nur hundert Meter links der Rinne befindet. 7 von 9 Expeditionsteilnehmern (Helga Söll, Alexandra Robl, Alix von Melle, Jürgen Greher, Rupert Hauer, Bernd Müller, Expeditionsleiter Luis Stitzinger) ist der Gipfelgang gelungen, Gerhard Schauenburg sowie die Climbing Sherpas Singi und Dorje mussten unterwegs leider wegen Erschöpfung und Erfrierungsgefahr abbrechen.

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Gleich am Ausgang der Rinne grüßt ein ewiger verbliebener Gipfelgänger, der dort auf dem bankigen Kalksteingrat liegt und ermahnt dazu, sich die verbleibenden Kräfte für den Abstieg gut einzuteilen. Wir haben tatsächlich einen Traumtag erwischt. Noch immer ist kaum Bewölkung vorhanden, es ist sonnig und nahezu windstill. Nach zahlreichen Gipfelfotos machen wir uns gemeinsam an den Abstieg. Am Ende der Querung dämmert es, als wir den Grat erreichen ist es dunkel und wir müssen die Stirnlampen anschalten. Dem Umstand, dass der Grat bis zum Lager konsequent mit Fixseilen versichert ist, ist es zu verdanken, dass der Abstieg so in Dunkelheit noch sicher vollzogen werden kann. Die Koreaner, die zusammen mit uns am Gipfel waren, schlafen bereits in ihrem Zelt, als die Letzten von uns gegen 22.00 Uhr das Lager erreichen. Ein langer Tag geht zu Ende, alle sind erschöpft aber glücklich.

Hier gibt es ein tolles Gipfelpanorama mit unseren Aufnahmen zu sehen >> 


• Kategorie: Dhaulagiri 2009
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