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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Abstieg Basecamp
Vom 02.05.09

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Um 8.00 Uhr verlassen wir das Hochlager und begeben uns auf den Abstieg. Rupert und Luis steigen mit den Skiern die Flanken Richtung Tukuche Peak auf, um die Skier nochmals „Gassi auszuführen“, während sich die „Fußgänger“ auf direktem Wege nach 2,5 Std Abstieg im Basislager wiederfinden. Gegen 12.00 Uhr fahren Rupert und Luis von 6600 m über die weiten Gletscherhänge ab und erreichen auf ca. 5700 m die Spur der Route, auf der sie durch die Brüche auf die Gletscherebene und weiter auf die Querung unter dem Eiger gelangen. Auch hier „flutscht“ es mit den Skier durch den aufgeweichten Ski mächtig, nach lediglich 1 Std. Abfahrt langen die beiden Skifahrer am Fuß der Route auf dem großen Chonbarban-Gletscher an. Es beginnt zu gewittern und zu graupeln, doch schon eine halbe Stunde später sind sie im Basislager, 4620 m, und essen zusammen mit dem Rest des Teams zu Mittag. Nachmittags gratulieren wir den ersten Gipfelgängern in dieser Saison (1.5.), Tunc Findic (Türkei) und David Fojtik (Tschechei), die es trotz des beißenden Windes geschafft hatten, gegen 14.30 Uhr den Gipfel zu erreichen, nachdem sie nachts um 2.00 Uhr aufgebrochen waren. David gelang es dabei, die Route von unterhalb des Gipfelcouloirs bis nach der Querung und des Beginns des NO-Grates zu befahren. Dann zwangen ihn jedoch wiederholte Blankeispassagen und die fortgeschrittene Stunde dazu abzuschnallen und den weiteren Abstieg zu C3 (und am Folgetag bis C2, 6600 m) zu Fuß zu absolvieren. Eine vollständige Skibefahrung der atemberaubenden Linie des NO-Grates und des Dhaulagiri I steht somit noch immer aus... Auch einige Bergsteiger des koreanischen Teams (Namen unbekannt) erreichten wohl gegen 18.30 Uhr den Gipfel und trafen erst gegen 23.00 Uhr im schützenden Camp 3, 7200 m, wieder ein. Einer der koreanischen Gipfelgänger verbrachte die Nacht mutmaßlich am Gipfel zu, nachdem er im Whiteout das Abstiegscouloir nicht mehr finden konnte und zog sich schwere Erfrierungen an beiden Händen und eine starke allgemeine Unterkühlung zu. Ein völlig entkräfteter Iraner (Name unbekannt) stürzte beim Gipfelgang am Fuß des Gipfelcouloirs tödlich ab. Soweit die Bilanz des ersten „Gipfelfensters“ am „Weißen Berg“, der dieses Jahr so wenig Schnee wie selten trägt und daher eher in „der blaue Berg“ umbenannt werden müsste. Wenigstens seinem Zweitnamen, „der Berg der Stürme“ macht der Dhaulagiri alle Ehre: Während des, wie üblich, üppigen Abendessen braut sich ein ordentliches Gewitter über uns zusammen und es beginnt zu stürmen, zu graupeln und zu schneien, bis tief in die Nacht hinein.


• Kategorie: Dhaulagiri 2009
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