» Jetzt erhältlich

Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


»Expeditionstagebücher

Die aktuellsten Einträge:

• Gasherbrum I 2018

26.07.18 - Zusammenfassung Gasherbrum I Expedition 7.7. - 26.7.2018
Gasherbrum I / Hidden Peak 8080 m Expedition 2018 Leider hat es mit der Technik nicht so gut gek.....
»Tagebucheintrag lesen

• Manaslu 2017

07.10.17 - Zusammenfassung Manaslu Expedition 30.8. - 7.10.2017
Manaslu 8163 m Expedition 2017 Mit dem Manaslu (8.163 m) gelang uns 2017 unser siebter Achttau.....
»Tagebucheintrag lesen

• Mount Everest 2015

08.05.15 - Freitag, 8.5.: Wieder daheim - aber die Not geht weiter
Nach einer kleinen Odyssee über Lhasa, Chengdu, Peking, Frankfurt und München langten wir.....
»Tagebucheintrag lesen

• Mount Everest 2015

29.04.15 - Mittwoch, 29.4.: Die Tage danach
In den Nachrichten haben wieder andere Themen das große Erdbeben als Top News abgelö.....
»Tagebucheintrag lesen

Goclimbamountain goes facebook Goclimbamountain on Instagram


powered by...

Partner - Marmot
Partner - Globetrotter
Partner - Lowa
Partner - Deuter
Partner - Leki
Partner - Camp
Partner - Dynafit
Partner - Adidas Eyewear
Partner - K2 Skis
Partner - Jacques Lemans
Partner - Ortovox
Partner - Lyo Food
Partner - Die Kreativalm

Tagebucheinträge

......unserer Projekte und Expeditionen



Zusammenfassung Gasherbrum I Expedition 7.7. - 26.7.2018
Vom 26.07.18

© by www.goclimbamountain.de

Gasherbrum I / Hidden Peak 8080 m Expedition 2018

Leider hat es mit der Technik nicht so gut geklappt, wie geplant, so dass wir nur die wesentlichsten Eckpunkte auf Facebook mitteilen konnten. Aus diesem Grund hier eine kurze Zusammenfassung der Geschehnisse:

Am 16.07. brach ich mit meinem Partner Gianpaolo "Jumpy" Corona aus Italien vom Basislager auf und stieg gleich bis auf Lager 2 (6.400 m) auf. Am Folgetag zog das Wetter recht bald zu, Schneefall und starker Wind setzten ein. Dennoch konnten wir zügig das Japaner-Couloir durchsteigen und erreichten Lager 3, wo wir auf 7.200 m im tobenden Wind unser kleines Single-Wall-Zelt aufstellten und uns sofort verkrochen. Für den nächsten Tag sah es alles andere als gut aus, aber jetzt waren wir schon mal hier. Während der zweiten Nachthälfte beruhigte sich das Wetter aber zusehends. Als ich um 1.30 Uhr aus dem Zelt sah, blinkten mir die Sterne entgegen und der Wind war eingeschlafen. Also rüsteten wir uns zum Aufbruch und verließen um 2.30 Uhr unser Lager.

13 bis 14 Stunden später stehen wir auf dem Gipfel des 8.068 Meter hohen Hidden Peak - nur zu zweit, nach einem Aufstieg durch wadentiefen Neuschnee, im Alpinstil, und ohne Verwendung von künstlichem Sauerstoff. Aufgrund der späten Stunde und wieder einsetzendem Schlechtwetters machen wir uns schleunigst an den Abstieg.

Dank der Ski gelang der erste Teil des Abstiegs schnell, doch schon bald hatte mich die Dunkelheit eingeholt und ich musste den restlichen Abstieg zum letzten Hochlager zu Fuß bewältigen. Nur mit Hilfe eines GPS-Geräts war dieser im tobenden Unwetter überhaupt noch denkbar.

Dennoch erreichten wir beide sicher unser Lager und setzten am folgenden Tag den Abstieg Richtung Basislager weiter fort. Die skitechnische Schlüsselstelle der Route, das 55 Grad steile „Japaner-Couloir“ zwischen Hochlager 3 (7.200 m) und 2 (6.400 m), konnte ich wegen nunmehr drohender Lawinengefahr nicht versuchen. Eine Entscheidung, die mir sehr schwer gefallen ist. Schließlich lässt man ungern das Filet übrig. Aber in diesem Fall gab es keine Diskussion. Erst ab dem zweiten Hochlager (6.400 m) ließ sich die Skiabfahrt bis zum Beginn des großen Gletscherbruchs (ca. 5.400 m) fortsetzen und schon bald darauf hatte ich auch das Basislager (5.100 m) erreicht.

Ein frohes Ende für eine äußerst schwierige Saison im Karakorum. Nach mehreren Wochen nahezu ununterbrochenen Schneefalls zu Beginn der Saison im Juni, mussten viele Expeditionen unverrichteter Dinge wieder abreisen. Auch nachdem sich das Wetter wieder beruhigt hatte, sorgte der viele Schnee und die schlechten Bedingungen für so wenig Gipfelerfolge an den pakistanischen Achttausendern wie selten - mit Ausnahme des K2, an dem eine massive Zusammenrottung an Sherpa Workforce und Bergsteigern zu einem neuen Besteigungsrekord führte (63 Summiters). Umso glücklicher dürfen wir uns schätzen, dass wir es trotz alledem, nur zu zweit, geschafft haben!

----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Unfortunately my technical solutions were not working as planned thus we could only pass on the most vital information on Facebook. For this reason here a short summary of what was happening:

On 16.07. I started with my partner Gianpaolo "Jumpy" Corona from Italy from Basecamp und climbed right up to Camp 2 (6.400 m). On the following day the weather turned bad quite quickly, snowfall and strong winds set in. Despite the difficult conditions we were able to reach Camp 3 and set up our scmall single wall tent at 7.200 m in the roaring gale. For the next day we were not too optimistic, but now we were here. During the second half of the night, the weather calmed down consequently and when I looked out of the tent at 1.30 I saw the stars glimmering and the wind had died down completely. So we set off at 2.30.

13 tio 14 hours later we found ourselves on the summit of Hidden Peak 8.068 m - only the two of us, after an ascent through calf deep snow, in alpine style and without using artificial oxygen. Due to the late hour and setting in bad weather we turned around quickly and began our descent.

Thanks to the skis the first part of the descent happend quite fast, but soon darkness had envelopped me and I had to swith to footwork for the rest of the way, which I could finish only with the help of my GPS since the weather had so much deteriorated.

Nevertheless we both reached our camp safe and sound and continued our descent the following day. The most technical skiing part of the route, the "Japanese Couloir" between camps 3 (7.200 m) and 2 (6.400 m) I could not try anymore due to a high avalanche hazard after all the snowfall of the previous night. A decision that was hard to take. After all, who likes to leave the tenderloin? But in this case there was no discussion. Only after the second camp (6.400 m) could I continue my ski descent to the beginning of the big icefall (5.400 m) and soon after this I had reached Basecamp (5.100 m).

A happy ending for a very difficult season in the Karakoram Mountains. After several weeks of unceasing snowfall many expeditions had to go home without doing anything. Even when the weather had settled itself, the deep snowpack and the unfavourable conditions caused so few summit successes on the Pakistani Eightthousanders as rarely in another year - with the exception of K2, on which a massive gathering of Sherpa workforce and climbers had effected yet another summit record (63 summiters). The luckier we may consider ourselves to have acchieved this, only the two of us, despite of all!


• Kategorie: Gasherbrum I 2018
• Hits: 102