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26.04.15 - Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
Gestern ein Schock, heute das Thema aller Nachrichten: Das große Erdbeben, das sich gestern.....
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Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
Vom 26.04.15

© by www.goclimbamountain.de

Gestern ein Schock, heute das Thema aller Nachrichten: Das große Erdbeben, das sich gestern mit Epizentrum ca. 70 Km westlich von Kathmandu ereignete. Der erste, etwa 30 Sekunden lange und stärkste Erdstoß erfolgte gegen 12.00 Uhr Mittag (nepalische Ortszeit), ein zweiter, schwächerer, eine halbe Stunde später, ein dritter, ebenfalls schwacher, gegen 15.00 Uhr. Auch heute bebte die Erde wieder, kurz nach 5.00 Uhr morgens und gegen 12.00 Uhr waren hier in Tibet deutliche Erdstöße zu verzeichnen. In Nepal soll es seitdem ganze 32 Beben gegeben haben. Trotz der zahlreichen Erdstöße kam es hier auf der Nordseite des Everest zu keinen Schäden. Einige Gerölllawinen und ein kleiner Bergsturz ereigneten sich im Bereich des Basislagers. Am Nordsattel war die Rede von Rissen und Verwerfungen in der Eisflanke, mit der Gefahr der Destabilisierung der Wechtenkrone des Cols. Obwohl die Versicherungsarbeiten am gestrigen Tag weiter getrieben wurden, kam es offensichtlich zu keinen Unfällen mit Personenbeteiligung. Auch das bereits etablierte ABC (6400 m) blieb von Lawinen verschont. Sämtliche Bergsteiger, Climbing Sherpas und Hilfskräfte steigen heute zurück ins Basislager ab, um Bilanz zu ziehen und zu entscheiden, wie es weitergehen soll. Anders stellt sich die Situation auf der Südseite des Berges dar. Berichte sprechen mittlerweile von vielen Todesopfern im Basislager und im Bereich der Route durch den Khumbu Eisfall hinauf zum Lager 1. Viele Dörfer des Solu Khumbu, des Mittellandes und natürlich auch die Hauptstadt Nepals, Kathmandu, sind vom Erdbeben stark betroffen. Die meisten der hier auf der Nordseite arbeitenden Nepalis haben Familie und Angehörige, von denen sie keine oder nur spärliche Nachrichten über deren Wohlergehen erhalten haben. Wir sind tief getroffen von dieser großen Katastrophe und unser Mitgefühl gilt zu allererst diesen Menschen, die um ihre Familien bangen müssen oder Angehörige verloren haben. Wir trauern mit der Bevölkerung Nepals um die zahlreichen Todesopfer, die dieses Erdbeben gefordert hat.

Wie es bei uns weiter gehen wird, wissen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht. Der Everest ist für uns jedenfalls momentan in weite Ferne gerückt – es gibt andere Dinge im Leben, die momentan wichtiger sind, als sich an einem Berg selbstzuverwirklichen! Heute Nachmittag wird eine Zusammenkunft aller Expeditionsleiter, Climbing Sherpas und der zuständigen Vertreter der chinesischen Regierung stattfinden, die über den weiteren Verlauf der Expeditionen beraten werden. Ob es derzeit allerdings eine Möglichkeit gibt, über den Landweg (Zhangmu – Kodari) nach Kathmandu zurückzukehren und von dort aus die Heimreise antreten zu können, ist ungewiss. Sobald Klarheit über das weitere Vorgehen herrscht, werden wir uns wieder melden.


• Kategorie: Mount Everest 2015
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