» Jetzt erhältlich

Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


»Expeditionstagebücher

Die aktuellsten Einträge:

• Mount Everest 2015

08.05.15 - Freitag, 8.5.: Wieder daheim - aber die Not geht weiter
Nach einer kleinen Odyssee über Lhasa, Chengdu, Peking, Frankfurt und München langten wir.....
»Tagebucheintrag lesen

• Mount Everest 2015

29.04.15 - Mittwoch, 29.4.: Die Tage danach
In den Nachrichten haben wieder andere Themen das große Erdbeben als Top News abgelö.....
»Tagebucheintrag lesen

• Mount Everest 2015

27.04.15 - Montag 27.4.: Abbruch der Expedition
Angesichts der größten humanitären Katastrophe der jüngeren Geschichte Nepal.....
»Tagebucheintrag lesen

• Mount Everest 2015

26.04.15 - Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
Gestern ein Schock, heute das Thema aller Nachrichten: Das große Erdbeben, das sich gestern.....
»Tagebucheintrag lesen

Goclimbamountain goes facebook Goclimbamountain on Instagram


powered by...

Partner - Marmot
Partner - Globetrotter
Partner - Lowa
Partner - Deuter
Partner - Leki
Partner - Camp
Partner - Dynafit
Partner - Adidas Eyewear
Partner - K2 Skis
Partner - Jacques Lemans
Partner - Ortovox
Partner - Lyo Food
Partner - Die Kreativalm

Tagebucheinträge

......unserer Projekte und Expeditionen



Mittwoch 15. - Freitag 17.4.: Akklimatisationstage im Basislager
Vom 17.04.15

© by www.goclimbamountain.de

Vormittags verließen wir Tingri und bogen gleich hinter dem Ort auf eine Staubstraße ein, die uns nach Süden über die weitläufige Hochebene führte. Noch bevor es überhaupt losgegangen war, hatten wir mit unserem Kleinbus bereits zwei platte Reifen gehabt, die unser Fahrer jedoch rasch in einer Werkstätte austauschen ließ, während wir frühstückten. Das war auch gut so, denn die Trasse, die zum Basislager leitete, war rau und in schlechtem Zustand. An mehreren Passagen befanden sich größere Baustellen, die man mühsam umfahren musste. Nach 76 Kilometer Strecke kamen wir aber doch mittags gut im Lager an, nachdem wir das Rongbuk-Kloster und das gegenüberliegende Everest View Hotel passiert hatten. Für eine Besichtigung war durch die Straßen bedingten Verzögerungen leider keine Zeit mehr. Dies würde bis zur Abreise warten müssen. Unser Begleitteam hatte bereits dafür gesorgt, dass Küchen- sowie Messzelt und alle Schlafzelte aufgebaut waren.

© by www.goclimbamountain.de

Das Lager in 5160 Meter Höhe war direkt vor der Zungenmoräne des Rongbuk-Gletschers aufgebaut, auf deren weiten Sanderfläche sich etwa ein Dutzend Expeditionsgruppen häuslich eingerichtet hatten. Vor unserer Abreise aus Kathmandu hatte uns Billi Bierling von knapp 190 angemeldeten Bergsteigern berichtet, andere Quellen sprachen von etwa 230 Registrierten. Dazu kommt noch einmal dieselbe Anzahl an Climbing Sherpas sowie Hilfs- und Küchenkräften, was die Lagerpopulation auf etwa 500 Einwohner für diese Saison anschwellen lässt. Das mag einem bei einem so extravaganten Bergziel wie dem höchsten Berg der Erde vielleicht viel vorkommen. Wenn man aber bedenkt,  dass mehr als dieselbe Anzahl an Menschen täglich auf den höchsten Berg Deutschlands, die Zugspitze, steigen oder fahren, ist es wohl übertrieben, in dieser Beziehung  von „Massentourismus im Himalaya“ zu sprechen, wie dies bereits manche Medien titulierten. Auf der anderen Seite, war diese hohe Anzahl an Gipfelaspiranten für uns schon etwas Ungewohntes, da wir uns bislang immer einsameren Bergzielen verschrieben hatten. Der Everest selbst verbarg sich vor diesem ganzen Andrang und hüllte sich in Wolken. Nur ab und an schimmerte etwas Fels oder Eis durch die zähen Wolkenschleier und ließ erahnen, was für ein Koloss sich hinter all dem Weiß verbarg.

© by www.goclimbamountain.de

Während der folgenden Tage, in denen wir unser Lager weiter einrichteten und kleine Akklimatisationswanderungen unternahmen, sollten wir den Berg noch besser zu Gesicht bekommen. In der ganzen Zeit war das Wetter wechselhaft, Schneeschauer folgten Sonnenschein, stürmischer Wind ruhigen Verhältnissen. Am Berg liegt erkennbar viel Schnee, der den weiteren Fortschritt voraussichtlich verzögern wird. Bislang  hat noch kein Expeditionsteam das ABC (6400 m) erreicht. Erste Bestrebungen, das Intermediate Camp (5900 m) aufzubauen, laufen derzeit. Auch die Routenversicherung, die seit einigen Jahren von einem eigenständigen chinesischen Bergsteigerteam bewerkstelligt wird, ist noch nicht weit vorangeschritten. Ein erster Versuch, das North Col (7050 m) zu erreichen, wird in den folgenden Tagen begonnen werden. Noch drängt die Zeit allerdings zu gar nichts, wir sind eben erst angekommen und werden insgesamt fünf bis sechs Tage im CBC zubringen, um uns gut zu akklimatisieren, ehe wir an den nächsten Schritt denken.

Ab 15. April läuft auch das Expeditionstagebuch des BR (klicken) mit Videos und bewegten Eindrücken unserer Expedition. Schaut mal rein!


• Kategorie: Mount Everest 2015
• Hits: 4954