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Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Montag 13. - Dienstag 14.4.: Fahrt nach Tingri
Vom 14.04.15

© by www.goclimbamountain.de

Über Nacht hatte starker Schneefall eingesetzt, so dass zum Morgengrauen die gesamte Landschaft unter einer geschlossenen Schneedecke verborgen lag. Auch die Straße in Nyalam war von tiefem Schneematsch bedeckt. Einige Zeit war es ungewiss, ob wir bei diesen Straßenverhältnissen würden aufbrechen können. Die Passstraße führt auf eine Höhe von über 5000 Metern hinauf und so etwas wie einen Winterdienst gibt es in Tibet nicht. So zogen wir uns nach dem Frühstück wieder auf unsere Zimmer zurück und vertrieben uns die Zeit, bis Neuigkeiten eintreffen würden. Endlich kam die Freigabe der Polizei und die Fahrer ließen ihre Motoren warm laufen. Gegen Mittag brachen wir im Convoy mit einem Kleinbus, einem SUV und zwei Lkws für die Ausrüstung in Richtung Tingri auf. Nach einer guten Stunde schon hatten wir den Lalung La Pass auf 5150 Meter Höhe erreicht. Bislang war die Straße in gutem Zustand gewesen, doch über die letzten Serpentinen und die nun folgenden Hochflächen bedeckte der Schnee den Asphalt und die Fahrer mussten immer wieder Schneewehen ausweichen. Je weiter wir den Himalaya-Hauptkamm hinter uns ließen und auf die Tibetische Hochebene gelangten, desto trockener wurde die Umgebung jedoch wieder und auch das Wetter besserte sich zusehends. Nach gut dreistündiger Fahrtzeit erreichten wir schließlich den kleinen Ort Tingri (4350 m) inmitten einer weitläufigen Ebene. In einer schlichten Herberge am Ortsende bezogen wir unsere Zimmer und machten uns anschließend noch auf einen Bummel durch den Ort auf, um uns etwas umzusehen und einige Einkäufe zu tätigen. Zu Abend aßen wir im Speisesaal des größten „Hotels“ im Ort, der sich mit diversen Expeditionsgruppen für Cho Oyu und Mount Everest gut gefüllt hatte.

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Anderntags hatte sich das Wetter wieder etwas gebessert. Der Wind, der am Vortag noch sehr stark  und kalt gewesen war, hatte sich gelegt und eine dünne, milchige Schicht hoher Wolken bedeckte den Himmel. Es war angenehm warm – für tibetische Verhältnisse – und die Wanderung, die wir zur Verbesserung der Akklimatisation auf einen Aussichtshügel am Ortsrand unternahmen, entspannt und kurzweilig. Vom üppig mit Gebetsfahnen geschmückten Gipfel hatte man einen wunderbaren Ausblick auf die gesamte Hochebene, den Ort und die niedrigeren Gipfel des Himalaya-Hauptkamms. Leider entzogen sich der Everest und der Cho Oyu unseren Blicken, da sie sich dicht mit Wolken umhüllt hatten. Während des Aufstiegs ging es uns beiden, Alix und Luis, sehr gut und am Gipfel spürten wir keinerlei Unwohlsein oder Kopfweh. Eine beruhigende Tatsache angesichts der abermaligen Schlafhöhensteigerung, die uns am nächsten Tag erwarten würde. Nachmittags besuchten wir den alten Teil des Ortes und sahen uns die teils schön verzierten, traditionellen Tibeterhäuser in „Old Tingri“ an. Gegen Abend klarte sogar noch der Himmel etwas auf und schenkte uns eine wunderbare Sonnenuntergangsstimmung als Ausklang des Tages.

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Morgen werden wir im Laufe des Vormittags zum Chinese Basecamp (CBC) oder auch „Fahrerlager“ auf 5200 Meter Höhe aufbrechen. Eine gute, aber geteerte Straße, die hier in Tingri ihren Ursprung nimmt, führt über 76 Kilometer bis zur Mündung des Rongbuktals, dem Tor zum Mount Everest. Hier befindet sich der Ausgangspunkt zur Besteigung des Berges und unser Zuhause für die nächsten Wochen.

Ab 15. April läuft auch das Expeditionstagebuch des BR (klicken) mit Videos und bewegten Eindrücken unserer Expedition. Schaut mal rein!


• Kategorie: Mount Everest 2015
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