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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Sonntag 6.4. - Freitag 11.4.: Anreise und Trekking
Vom 11.04.14

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Nachtflug ueber Abu Dhabi nach Kathmandu. Alix, Flo und Luis (v.l.n.r.) sind mit an Bord.

Am Muenchener Flughafen trafen wir uns am 6. April nach einer gemuetlichen Bahnanreise von Fuessen mit Flo, der ebenfalls von Freilassing aus mit dem Zug angereist war. Das Einchecken spaetabends verlief zuegig und problemlos. Danach mussten wir uns natuerlich noch dem mittlerweile zum Rituell gewordenen Abschieds-Schweinsbraten mit Weissbier im Airbraeu unterziehen, bevor wir zum Einchecken an die Gate weiterkonnten. Wenig spaeter befanden wir uns dann schon in der Luft und schipperten den Vereinigten Arabischen Emiraten entgegen. Nach einem kurzen Zwischenstopp (Dank an Petra und Manuela vom Amical-Buero fuer die gute Verbindung!) ging es rasch weiter nach Kathmandu, wo wir in den spaeten Nachmittagsstunden landeten. Ein Fahrzeug der Agentur wartete schon auf uns und brachte uns ins Hotel Norbulinka im Stadtteil Thamel. Nachdem wir unsere Sachen nur schnell ins Zimmer geworfen hatten, machten wir uns zum Abendessen in eines der vielen netten Lokale der Stadt auf und liessen es danach nach einem langen Tag bald gut sein. Wir waren angekommen und am naechsten Tag stand uns viel Arbeit bevor!

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Letzte Einkaeufe im naechtlichen Rummel Thamels.

Am naechsten Tag mussten wir schon bald wieder aus den Federn. Als erstes ging es zur Agentur Thamserku, bei der noch unser Deposit und die Aircargo lagerten. Gute zwei Stunden verbrachten wir mit dem Packen unseres Expeditionsgepaecks im Garten des Storerooms. Die starke Sonne sorgte rasch fuer hohe Temperaturen ueber 30 Grad Celsius und den ersten Sonnenbrand auf Armen und Nacken. Dann fuhren wir mit allen unseren sieben Sachen weiter zu Seven Summit Treks, die unser Basislager am Makalu organisieren. Die gepackten Tonnen gingen noch am selben Tag mit Lkw weiter nach Num und dann mit Traegern ueber mehrere Tage hinweg bis ins Basislager des Makalu hinauf. Wir klaerten in einer Besprechung mit den Agenturchefs noch die restlichen Formalitaeten und begaben uns daraufhin zum Hotel zurueck, wo Billi Bierling, die Mitarbeiterin von Elizabeth Hawley schon mit dem Interview fuer die Hinalaya Chronik auf uns wartete. Billi werden wir am Berg wiedertreffen, da sie mit Russel Bryce' Himalayan Experience dasselbe Ziel wie wir verfolgt: Den Makalu zu besteigen. Sie werden allerdings eine andere Anreiseroute als wir waehlen. Danach sind wir erledigt und brauchen dringend ein Everest Bier und eine grosse Pizza bei Rumdoodle's um wieder zu Kraeften zu kommen!

Schon um 6.30 Uhr werden wir am naechsten Morgen an den Flughafen gefahren und mit unserem Gepaeck vor dem Inlandsterminal ausgespuckt. Heute fliegen wir nach Lukla im Solu Khumbu. Unser Plan ist, ueber das Khumbu-Gebiet bis nach Chukhung zu trekken, dann Amphu Laptsa und Ice Cols zu ueberschreiten und ins Barun-Tal abzusteigen. Auf diesem Weg koennen wir uns fuer das hochgelegene Basislager (5650 m) besser vorakklimatisieren und haben einen spannenderen Weg vor uns. Allerdings besteht die Gefahr, sollte es so frueh im Jahr noch viel Schnee auf den Paessen haben, dass sie fuer uns unpassierbar sind. Dennoch wollen wir uns auf dieses Risiko einlassen. Wir haben gleich den zweiten Flug um 8.30 Uhr. Das Wetter ist schoen und klar in Kathmandu und so heben wir puenktlich wie geplant ab und fliegen in 40 Minuten Flugzeit bei ruhigen Verhaeltnissen bis nach Lukla, 2850 m. Nach einer kurzen Teepause machen wir und dann auch schon auf die Socken. Wir wollen noch am selben Tag nach Phakding, 2640 m, absteigen. Fuer unsere schwere Hochtouren- und Campingausruestung sowie die Verpflegung fuer die Passueberschreitung haben wir uns den Luxus von zwei Traegern geleistet, die uns die Sachen bis nach Chukhung hinauf tragen sollen. So ist uns eine bessere Akklimatisation sicher, wenn wir uns in der kritischen Anfangsphase noch entlasten koennen. Nach knapp zwei Stunden Wegstecke ueber kleine Streusiedlungen und an vielen Manisteinen vorbei kommen wir in dem kleinen Ort an und mieten uns in einer Lodge am unteren Ortsrand ein. Nachmittags zieht die Bewoelkung etwas zu und es regnet ein paar Tropfen. Typisch fuer das Fruehjahr im nepalischen Himalaya. Nach dem Abendessen gehen wir frueh zu Bett, da wir die Begeisterung der Lodgebesitzer fuer indische Bollywood Soaps, die ohne Unterbrechung im Fernseher der Gasstube laufen, nicht mit demselben Enthusiasmus teilen koennen.

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Flo, Alix und Luis bei der Mittagspause hinter Monjo, 2800 m, im Sagarmatha Nationalpark.

Ein Pancake-Fruehstueck erwartet uns verlockend um 7.00 Uhr, eine Stunde spaeter machen wir uns auf den Weg nach Namche Bazar, das unser heutiges Tagesziel ist. Es tut gut, wieder zu Fuss unterwegs zu sein. Das Khumbu-Gebiet hat sich weiter veraendert, seit wir das letzte Mal 2005 fuer den Pumori hier waren. Natuerlich stehen noch mehr Lodges, Teashops und Laeden, aber alles macht einen sehr gepflegten Eindruck und die Gegend profitiert sichtlich von den zahlreichen Touristen. Wir koennen daran nichts Negatives finden, schliesslich bleiben aus dem Grund die Einheimischen im Tal und fluechten nicht, wie aus so vielen anderen laendlichen Gegenden, in die Slums Kathmandus. Und schliesslich sind wir ja auch drei der vielen Touristen, die die Gegend aus denselben Gruenden besuchen: Um die Natur und Bergwelt zu bewundern und dort Bergsteigen zu gehen. Hinter Monjo, 2800 m, passieren wir die Eingangskontrolle zum Sagarmatha Nationalpark und bezahlen brav 3.000,- Rps pro Nase fuer den Eintritt. Das Wetter ist sonnig und warm und wir geniessen den Aufstieg bis zur Hillary Bride vor dem steilen, 600 Hoehenmeter langen Aufstieg nach Namche. Das letzte Stueck ist noch etwas schweisstreibend, ehe wir in der Khumbu-Metropole auf 3440 m anlangen. Wir uebernachten in der Himalayan Lodge am oestlichen Ortsrand. Das Angebot an Lodges, Bakeries, Cafes, Pubs in Namche ist beinahe erschlagend. Ueberall kann man WLAN erhalten und die Mobiltelefone der Einheimischen klingeln ohne Unterlass. Der Fortschritt hat das Khumbu nicht verschont. Nur eine Handvoll anderer Trekker ist mit uns in der Lodge, so haben wir jede Menge Platz beim Abendessen. Das ist wiederum der Vorteil des grossen Angebots im Ort. Gemuetlich sitzen wir in der Gaststube noch beisammen ehe es Zeit fuer die Nachtruhe wird.

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Die Khumbu-Metropole Namche Bazar, 3440 m, im Hintergrund das Kwangde-Massiv.

Heute ist Ruhetag in Namche zur Verbesserung der Akklimatisation angesagt. Wir stehen etwas spaeter auf und unternehmen dann einen gemuetlichen Halbtagesausflug nach Kunde und Khumjung. Das Wetter ist vormittags wieder strahlend schoen und wir haben freie Sicht auf Mount Everest, Lhotse, Nuptse, Ama Dablam und Tawoche - eine Pracht! Entgegen anders lautender Meldungen haben wir den Eindruck, dass es eher verhaeltnismaessig wenig Schnee fuer die Jahreszeit in hoeheren Lagen hat. Unsere Mittagspause verbringen wir in der Bakery in Khumjung mit Kaffee und Kuchen, alles vom Feinsten. Dann laufen wir wieder zurueck nach Namche und schauen uns auf dem Markt um, der dort Freitags und Samstags stattfindet. Neben viel Gemuese, Obst und anderen Lebensmitteln sind auch viele Waren aus China zu erstehen, die ihren Weg ueber den Nangpa La von Tibet aus ins Khumbu finden. Nachmittags goennen wir uns in der Lodge noch eine heisse Dusche - die letzte fuer viele Tage voraussichtlich - ehe wir den Tag mit einem schmackhaften Abendessen abschliessen: Heute gibt es Yak-Sizzler!

In den naechsten Tagen wird uns keine direkte Internetverbindung mehr zur Verfuegung stehen. Daher werden die Eintraege in unserem Tagebuch etwas knapper ausfallen. Dennoch versuchen wir auch von unserem Weg ueber die Paesse, der sicherlich spannend werden wird, weiter zu berichten.


• Kategorie: Makalu 2014
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