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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Montag 22. - Donnerstag 25.4. -- C1 und C2
Vom 25.04.13

© by www.goclimbamountain.de

Frühmorgens um 5.00 Uhr stehen wir – Alix, Rupert und Luis – auf, um früh zum C1 aufzusteigen. Als wir die Schneeflocken auf unser Überzelt prasseln hören und daraufhin einen Blick nach draußen werfen, legen wir uns gleich wieder hin. Es schneit heftig und das ganze BC ist wolkenverhangen. Zwei Stunden später scheinen die ersten Sonnenstrahlen durchs Zelt. Rasch haben wir gefrühstückt und unsere Rücksäcke fertig gepackt. Halb neun geht es los durch das schmale Seitentälchen neben der Moräne am Gletscher entlang. Das Wetter bessert sich zusehends und wir erreichen die Gletscherquerung im strahlenden Sonnenschein. Wir hinterlassen unsere Trekkingschuhe und etwas Ausrüstung im Depot und machen uns an die Querung, deren erste Hälfte wir bereits kennen und ausgeflaggt haben. Auch die zweite Hälfte zeigt sich genauso unproblematisch, ohne Ausziehen der Ski erreichen wir das Ende der Querung an einer schmalen Mittelmoräne. Diese verfolgen wir etwas höher, bis man ohne Schwierigkeiten die flachen Fußhänge des Steilaufschwungs zum ersten Hochlager (C1, 6300 m) erreicht. Dort richten wir auf der Mittelmoräne zwei Zelte als Intermediate Camp, 5885 m, ein. Nachdem alles steht, machen sich Rupert und Luis nochmals zum Depot auf der anderen Gletscherseite auf. In lediglich 20 Minuten haben sie die Querung zurück mit den Ski bewerkstelligt und laden den zweiten Teil der Fuhre auf. Wenig später sind sie im Intermediate Camp zurück. Nach einer schmackhaften Brotzeit in der Nachmittagssonne legen wir uns alle etwas aufs Ohr. Abends gibt es noch eine warme Mahlzeit bevor es dann schnell kühl wird und wir uns alle zeitig zu Bett begeben.

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Anderntags wirft uns die Sonne um 6.15 Uhr aus dem Schlafsack. Rasch haben wir gefrühstückt und gepackt. Nach der Überschreitung eines schmalen Eisrückens stehen wir  auf der flachen Schneeebene zu Füssen des Steilhangs unterhalb des ersten Hochlagers. Mit vielen Serpentinen steigen wir mit Ski über den sonnigen Hang zum Lager auf. Es ist so warm, dass wir nur im Shirt unterwegs sind. Kurz vor Erreichen des Lagers warten an der Kuppe einige Blankeispassagen und Spalten, die wir allerdings mit den Ski gut umgehen können. Zwei Sherpas einer Nachbarexpedition haben nicht so viel Glück und müssen aus einer Spalte geborgen werden. Das C1, 6300 m, ist uns zu spaltig und mit zu viel Müll und Zeltüberresten der Vorgänger-Expeditionen versehen, so dass wir uns entscheiden, noch etwas höher aufzusteigen. Auf 6450 Meter errichten wir unsere beiden Zelte nach 4 Stunden Gehzeit auf einer flachen Gletscherkuppe. Von dieser können wir den anschließenden Steilhang zum nächsten Hochlager C2 gut einsehen. Nachdem alles steht, fahren Rupert und Luis mit Ski nochmals bis zu unserem Intermediate Camp ab, um die zweite Ladung zu holen. Nachdem wir keine Hochträger beschäftigen, schaffen wir es nicht, alles Material auf einmal zu transportieren. So gehen wir lieber die Strecken doppelt mit leichteren Traglasten. Alix bereitet in der Zwischenzeit eine zweite Zeltplattform vor und schmilzt Wasser für uns. Beim zweiten Aufstieg ist es windig und kalt, wir tragen alle unsere Bekleidung, die wir zur Skiabfahrt angezogen hatten. Als wir wieder im Lager zurück sind, verkriechen wir uns sofort im Zelt und machen Brotzeit.

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Wiederum weckt uns die Sonne kurz nach sechs. Nachdem wir gefrühstückt und gepackt haben, steigen wir mit den Ski über die Steilstufe zum zweiten Hochlager auf. Wie am Vortag hat der Hang zwischen 35 und 40 Grad Steilheit. Wiederum legen wir eine Spur mit vielen Serpentinen durch den Hang. Nach 4,5 Stunden oben angekommen, weht uns sofort ein frischer Wind ins Gesicht. Einige Teilnehmer einer anderen kleinen Expeditionsgruppe haben bereits einen Tag früher ihr Lager hier oben errichtet. Direkt daneben lassen wir uns auch nieder, ganz zu Beginn des großen vergletscherten Hochtals des „Korridors“, und bereiten eine Plattform für ein Zelt auf 6850 m Höhe. Die Aussicht auf die Nordwand der Shisha Pangma und den Korridor ist atemberaubend. Nach kurzem Verweilen müssen sich Rupert und Luis aber wieder auf den Weg nach unten machen, um den zweiten Teil der Traglast wie am Vortag nach oben zu holen. Alix vertäut das Zelt in der Zwischenzeit noch vollends sturmfest und kümmert sich um die Wasserbereitung. Beim zweiten Mal sind Rupert und Luis auf guter Spur in lediglich zwei Stunden wieder beim Zelt zurück. Wieder ist es nachmittags windig geworden, so verkriechen sich alle rasch im Zelt und rasten. Zu traumhafter Abendstimmung gibt es Abendessen und genug Tee zu trinken, bevor es wieder früh zu Bett geht.

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Nachdem wir uns wieder von der Sonne haben wecken lassen, frühstücken wir kurz und packen dann unsere Sachen zusammen. Bevor wir unser Camp verlassen, legen wir unser Zelt nieder und fixieren es sturmsicher. Dann kommt das große Vergnügen: 500 Meter Traumabfahrt zum nächsten Lager bei gutem Pulverschnee, in hochalpiner Kulisse, um Seracs und Eisblöcke herum. In unserem C1 verstauen wir schnell einige Ausrüstung, dann fahren wir zum normalen C1 weiter, in dem wir Thomas und seine Gruppe treffen und uns kurz austauschen. Ein weiterer traumhafter Hang folgt bis zu unserem ehemaligen Intermediate Camp, 5885 m. Für die Querung des Gletschers legen wir nochmals die Felle an. Die bizarren Eistürme und Spalten des Gletscherbruchs sorgen für eine ganz eigene Landschaft. Im Depot tauschen wir unsere Ski gegen die Trekkingschuhe aus und treten den Abstieg ins ABC an. Nach 1,5 Stunden kommen wir dort an und feiern unsere Rückkehr mit Bier, Cola und einem frischen Mittagessen unseres Kochs Nima. Nachmittags werden die Sachen getrocknet und die Beine hochgelegt. Nach vier Tagen in der Höhe tut es gut, wieder im Basislager zu sein. Abends tauschen wir uns mit Sandra und Martin aus, die wegen einer Bronchitis den Abstieg antreten mussten und tun uns an den Kochkünsten Nimas gütlich, bevor wir uns müde in unserem Schlafsack verkriechen.


• Kategorie: Shisha Pangma 2013
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