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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Freitag 19. - Sonntag 21.4. -- ABC und Depot
Vom 21.04.13

© by www.goclimbamountain.de

Die Sonne begrüßt uns schon früh um 6.45 Uhr in unserem neuen Basislager, das am Anfang einer kleinen Schwemmebene auf 5645 m Höhe auf einem Moränenkamm liegt. Etwas weiter hinten finden sich weitere Lagerplätze, doch diese sind noch tief von Schnee bedeckt. Unsere Zelte hingegen stehen trocken auf einer aperen Wiesen-Insel. So müssen wir halt ein paar Minuten mehr für den Anmarsch zum Berg investieren. Neben unserem Lager befindet sich das vordere Ende des großen Zungenbeckensees des Shishapangma-Gletschers. Dahinter beginnt der mächtige Gletscher mit seinen unzähligen spitzen Eistürmen und wälzt sich, einem Drachenrücken ähnlich, das Tal hinein. Obwohl die Schlafzelte bereits gut stehen, gibt es noch jede Menge Arbeit im Lager zu tun. Das Dom-Messzelt muss mit vereinten Kräften aufgestellt werden, ein Platz für das Toiletten- und Duschzelt muss gefunden werden. In der Sonne ist es angenehm warm, man hält es gut nur in einem Pullover bekleidet aus. Nachmittags kommt immer kühler Wind auf, dann muss eine warme Jacke übergezogen werden. Abends dann fällt das Thermometer rasch in den Keller, zum Abendessen sitzen alle mit Daunenjacke und Primalofthose bekleidet am Tisch. Unser Koch Nima hat wie immer ein schmackhaftes Abendessen gekocht. Zum Nachtisch gibt es heute sogar frischen Apple Pie.

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Nach dem Frühstück brechen wir (Rupert, Luis und Alix) um 7.30 Uhr auf, um uns die Wegstrecke anzusehen und vor der Querung des Gletscherbruchs ein Depot anzulegen. Das Wetter ist nicht ganz optimal, es ist bewölkt und zwischen zwei Schneeschauern spitzt auch immer mal die Sonne hervor. In dem Seitentälchen hinter der Moräne, das wir in Richtung Berg entlang laufen, liegt viel Schnee, doch immer wieder müssen apere Moränenkämme zu Fuß überquert werden. Das ständige Ski an- und ausziehen ist etwas mühsam, doch zu Fuß ist das Spiel auch nicht einfacher, da man tief im Schnee einsinkt. Nach ungefähr zwei Stunden führt der gelegentlich mit Steinmännern markierte Pfad an der Seitenmoräne den Hang hinauf und nach einer Weile wieder zu einem breiten Gletscherbecken hinab, kurz bevor die erste Steilstufe des Gletschers erreicht ist. Hier errichten wir unser Depot unter einem großen Felsblock. Bis hierher haben wir mit etwas Wegsuche und ein, zwei Verhauern gemütlich vier Stunden Gehzeit benötigt. Nachdem sich das Wetter gegen Mittag gebessert hat und wir noch Zeit und Energie übrig haben, sehen wir uns noch die Querung des Gletscherbruchs an. Die Spalten sind gut mit Schnee aufgefüllt und wir dringen ohne große Hindernisse rasch immer tiefer in den Gletscher vor. Nach der Hälfte machen wir Schluss, da wir sehen, dass der weitere Weg gut gangbar erscheint und uns die Markierungsfähnchen ausgehen. Mit den Skiern haben wir schnell die Hälfte der Strecke zum ABC zurückgelegt, dann deponieren wir sie, um den Rest des Weges zu Fuß zu gehen. In 1,5 Stunden sind wir wieder im Lager und treffen auf die Amical-Gruppe und Thomas, die heute etwas weniger weit gegangen sind und schon früher wieder zurück waren.

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Nach einem späten Frühstück wird die Puja-Feier, die für heute angesetzt ist, vorbereitet. Aus Teig und Butter werden zeremonielle Figuren geknetet, Süßigkeiten, Nüsse, Früchte, Bier und Rakshi auf Tabletts angerichtet. Um 10.00 Uhr geht es dann los. Ein Lama einer Nachbar-Expedition hält die Messe, die den Segen und Schutz der Götter für eine unfallfreie Expedition erflehen soll. Ohne den Gottesdienst wagt sich kein Sherpa an den Berg. Eine Stunde lang dauert die Zeremonie, in deren Verlauf den Göttern Räucherstäbchen, Bier, Rakshi, Reis und Mehl geopfert werden. Selbstverständlich gehört es auch dazu, dass die Teilnehmer der Zeremonie von den Opfergaben zu sich nehmen und Bier und Rakshi trinken. Zum Schluss wird noch die Bergsteigerausrüstung gesegnet und dann geht es etwas beschwipst zum Mittagessen über. Nachmittags beginnt es zu schneien, während wir unsere Ausrüstung für die kommenden Tage vorbereiten. Morgen, Montag 22.4., wollen wir zum Depot aufsteigen und den Gletscher vollständig überqueren, auf der anderen Seite ein Intermediate-Camp, ca. 6000 m, einrichten, in dem wir die Nacht verbringen. Am nächsten Tag ziehen wir unsere Zelt ins Hochlager 1 (C1, 6300 m) um und steigen nach Möglichkeit noch zum Hochlager 2 (C2, 6900 m) auf, um dort ein Depot einzurichten. Nach einer weiteren Nächtigung auf C1 wollen wir am Mittwoch, 24.4., wieder ins ABC absteigen. Dann werden wir uns wieder mit Bilder und Erlebnissen melden.


• Kategorie: Shisha Pangma 2013
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