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Samstag 13. - Montag 15.4. -- Ankunft im Fahrerlager (Chinese BC)
Vom 15.04.13

© by www.goclimbamountain.de

Nachdem wir am Samstag früh gefrühstückt und um 7.30 Uhr Nyalam verlassen hatten, waren wir zügig in einer guten Stunde über die asphaltierte Straße auf den Lalung La-Pass gelangt. Bei hervorragendem Wetter bot sich uns ein phänomenaler Rundblick über das verschneite tibetische Hochland. Auch hier betätigte sich wieder der Eindruck, den wir schon in den Trekkingtagen in Nepal und den Akklimatisationstagen in Nyalam erhalten hatten: Für die Jahreszeit hat es noch sehr viel Schnee. Einige Kilometer nach dem Pass folgte die Abzweigung zum Shisha Pangma Basislager. An einem Checkpoint verließen wir die befestige Straße und folgten einer Schotterpiste in ein weitläufiges Flusstal auf der Nordseite der Shisha Pangma. Nach kurzer Strecke bereits war die Piste schneebedeckt. Trotzdem sich unser Lastenkonvoi am Vortag bereits auf 10 Kilometer durch den Schnee durchgeschaufelt hatte, mussten wir auf den letzten Kilometern zum BC immer wieder anhalten und durch tiefe Schneeverwehungen hindurchgraben. Dies verzögerte die normalerweise dreistündige Anfahrt doch erheblich. Zu guter Letzt langten aber dann doch alle Fahrzeuge im Fahrerlager (oder auch Chinese Basecamp) auf 5035 m an, was wir schon nicht mehr zu hoffen gewagt hatten. Die Zelte waren schnell aufgebaut, so konnten wir rasch vor dem beißenden Wind am Nachmittag Zuflucht suchen. Die Temperaturen fielen mit den Abendstunden erwartungsgemäß noch einmal weiter ab, so dass das Abendessen kurz und bündig ausfiel und wir uns rasch danach in unsere warmen Schlafsäcke verzogen.

© by www.goclimbamountain.de

Anderntags bietet sich uns eine prachtvolle Winterlandschaft dar. In deren Mitte die Shisha Pangma, noch beinah 30 Kilometer entfernt. Eine Akklimatisationswanderung führt uns über einen ausgedehnten Hügelkamm oberhalb des Lagers, von dem man einen guten Überblick über das ganze Bergmassiv erhält. Währenddessen machen sich die Yak-Treiber auf den Weg, um auszukundschaften, ob die vollbeladenen Yaks bei der Schneelage überhaupt das Vorgeschobene Basislager (ABC) auf 5650 m erreichen können. Sie machen nach 12 Kilometer, noch vor Erreichen des Intermediate Camps,  im tiefen Schnee kehrt. Sie wollen am nächsten Tag erst einmal einen „Schneepflug“, 12 Yaks ohne Last, auf dem Weg vorausschicken, um eine Spur zu bahnen. Am nächsten Tag sollen dann die beladenen Lasttiere folgen. Dies würde bedeuten, dass wir in unserem Zeitplan einen Tag einbüßen. Momentan dürfen wir uns aber schon glücklich schätzen, wenn wir das ABC überhaupt mit allen Lasten erreichen. Abends gibt es zur Freude aller Kontrastprogramm zur bisherigen tibetischen Küche: Spaghetti und Pommes Frites. Der Morgen des Montags weckt uns mit Windstille und warmen Temperaturen aber hohen Schleierwolken. Nach dem Frühstück machen wir uns wie gewohnt auf unseren Akklimatisationsspaziergang. Nach dem Mittagessen packen wir unsere Ausrüstung etwas um. Einige Sachen bleiben bis zu unserer Rückkehr hier im Fahrerlager zurück, der Rest soll übermorgen mit den Yaks nach oben gehen. Nachmittags trifft das „Spurkommando“ ein, das am Dienstag den Weg zum ABC eröffnen soll. Eine weitere internationale Expedition mit 6 Teilnehmern trifft mit den Yaks ein, darunter auch unser alter Freund Tunc Findik aus der Türkei, der mittlerweile fast alle seiner 14 Achttausender beisammen hat. Wir freuen uns sehr über die unverhoffte Begegnung und tauschen uns über die letzten beiden Jahre aus, die wir uns seit unserer gemeinsamen Zeit am Makalu nicht mehr gesehen hatten. Abends verdeckt starke Quellbewölkung den Hauptkamm, in unserem Lager aber bleibt es sonnig. Nur der nachmittags stärker werdende Wind stört etwas, sonst sind wir guter Dinge und erfreuen uns guter Gesundheit.


• Kategorie: Shisha Pangma 2013
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