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Donnerstag 26. - Samstag 28.4. Lager 1, Depot Lager 2
Vom 28.04.12

© by www.goclimbamountain.de

Nach blauem Himmel am frühen Morgen bedeckt es sich heute relativ schnell wieder. Dennoch brechen wir kurz vor 7.00 Uhr zu unserem Aufstieg ins C1, 5725 m, auf. Unterwegs reißt die Bewölkung immer wieder auf und es ergeben sich sehr stimmungsvolle Momente, doch es ist nicht so heiß wie bei den vergangenen Aufstiegen. Diesmal umgehen wir das letzte steile Stück mit den Ski über die Rückseite, so wie wir das letzte Mal abgefahren waren. Das ist wesentlich angenehmer und sogar zeitlich kürzer, da man nicht extra Steigeisen anlegen muss. In knapp 4,5 Std sind wir alle fünf mit den Skiern im Lager angekommen. Rasch machen wir uns an die Arbeit, zwei Zeltplattformen zu schaufeln. Dies ist auf dem nahezu ebenen Gratkopf schnell geschehen. Kaum haben wir uns in die Zelte verkrochen, setzt auch wieder der Schneefall ein. Der Freitag Morgen beginnt bedeckt mit leichtem Schneefall. Dennoch steigen wir um 6.45 Uhr in Richtung Lager 2 auf. Vor uns sind bereits ein paar Polen unterwegs. Bis nach der eisschlaggefährdeten Querung unter den Seracabbrüchen der NO-Flanke können wir die Ski sinnvoll einsetzen. Danach führen mehrere Steilstufen über "die Rampe" des Gletscherbruchs.bis das Gelände wieder flacher wird. Ca. 400 Meter Fixseil sind hier bereits verlegt worden, die Steilstufen der Rampe liegen zwischen 50 und 60 Grad, jeweils 30 bis 60 Meter lang. Hier tauschen wir die Ski gegen unsere Steigeisen ein und setzen unseren Aufstieg fort. Die Bewölkung hat sich mittlerweile verzogen und der steile Aufstieg in der Sonne ist sehr schweißtreibend. Nach der vierten Steilstufe führt der Aufstieg in einen geneigteren Hang, an dessen Ende die ersten Teams ihr Lager 2, 6290 m, errichtet haben. Dort kommen wir nach 4,5 Std Gehzeit um 11.30 Uhr an. Nach einer ausgiebigen Pause entscheiden wir uns trotz schlechter werdendem Wetter, den Weg fortzusetzen. Wenn man nicht in die Situation kommen möchte, vier Hochlager zu benötigen, sollte das zweite Lager noch einige hundert Meter höher liegen, da sonst die Distanz der nächsten Etappe unmöglich wird. In weiteren 1,5 Std erreichen wir wieder auf Ski über Kuppen und Senken des Gletschers schließlich eine große Serac-Eiswand, die einem Depot den nötigen Schutz vor Lawinen verspricht und entschließen uns, an dieser Stelle umzukehren. Die Sicht hat sich mittlerweile so stark verschlechtert, dass es uns unmöglich wäre, einen geeigneteren Lagerplatz auszumachen. Auf 6520 m verstauen wir unseren Depotsack und machen uns an die Abfahrt. Glücklicherweise reißt es just in diesem Moment etwas auf und wir können mehrere hundert Meter an Pulverschneeabfahrt bis zum unteren C2 genießen. Auch über die steile Rampe ist die Sicht noch so gut, dass wir die komplette Passage bis ins C1 mit Ski befahren können. Im Lager angekommen, treffen wir auf Mauro und Ian, die zusammen mit ihren Sherpas Kami und Pasang heute aufgestiegen sind. Rasch verziehen wir uns bei stärker werdendem Schneefall in die Zelte, machen uns etwas zu trinken und zu essen und ruhen uns aus. Wir beschließen, erst am kommenden Morgen - bei hoffentlich besserem Wetter - ins BC abzufahren. Über Nacht schneit es heftig, am nächsten Morgen liegen 30 Zentimeter Neuschnee im Hochlager. Das Wetter hat jedoch wie erhofft etwas aufgelockert, so dass die Abfahrt durch den frischen Pulverschnee ein wahres Vergnügen ist. Mit vielen Foto- und Filmstopps erreichen wir unser Basislager nach einer knappen Stunde Abfahrt um 9.00 Uhr. Dort steht schon ein zweites Frühstück bereit. Während wir essen beginnt es schon wieder zu schneien. Der Schneefall setzt sich über den gesamten Tag fort. Aber egal, heute und morgen sind Ruhetage geplant. Die freie Zeit werden wir auch dazu nutzen, uns einen neuen Wetterbericht einzuholen. Danach sehen wir weiter. Bislang haben wir unsere Zeit trotz durchwachsenem Wetters optimal genutzt und sind weiter als erwartet gekommen.


• Kategorie: Manaslu 2012
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