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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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08.05.15 - Freitag, 8.5.: Wieder daheim - aber die Not geht weiter
Nach einer kleinen Odyssee über Lhasa, Chengdu, Peking, Frankfurt und München langten wir.....
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• Mount Everest 2015

29.04.15 - Mittwoch, 29.4.: Die Tage danach
In den Nachrichten haben wieder andere Themen das große Erdbeben als Top News abgelö.....
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Angesichts der größten humanitären Katastrophe der jüngeren Geschichte Nepal.....
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26.04.15 - Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
Gestern ein Schock, heute das Thema aller Nachrichten: Das große Erdbeben, das sich gestern.....
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Tagebucheinträge

......unserer Projekte und Expeditionen



Donnerstag, 28.7., bis Montag, 1.8.
Vom 01.08.11

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28.7., Donnerstag - Einrichten im neuen Basislager
Der Tag beginnt mit Schneefall, der Himmel ist tief mit Wolken verhangen. Wir haben aber genug damit zu tun, uns im neuen Basislager, ca. 5100 m, häuslich einzurichten. Ausser uns sind noch die Teams von Fabrizio Zangrili (USA) und Kinga Baranowska (Polen), Christian Stangl (Österreich), Gerfried Göschl (Österreich) und Chris Simczik von Field Touring Adventures (USA) im Lager. Bei letzteren sind wir mit Küche und Messzelt zu Gast, da sich dieselbe pakistanische Agentur um unser Wohlbefinden kümmert.

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29.7., Freitag - Schlechtwettertag
Wiederum ein Schlechtwettertag, den wir ausgiebig zur Regeneration nutzen. Ausser Essen und Schlafen ist nicht viel anderes angesagt. Die neueste Wetterprognose von Charly Gabl verspricht ein Wetterfenster mit trockener Witterung und niedrigen Windstärken in der Höhe ab dem 2.8. auf das sich nun alle Hoffnungen konzentrieren. Es befinden sich zwar dieses Jahr so wenige Bergsteiger wie selten im K2 Basislager - alles in allem dürfte es gerade mal ein gutes Dutzend sein - doch zusammen genommen mit den ganzen erfahrenen und leistungsstarken Bergsteigern dürfte dennoch eine schlagkräftige Truppe zusammen gekommen sein.

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30.7., Samstag - Schlechtwettertag
Es schneit und schneit, tagsüber kaum ein paar Lichtblicke, in denen die Wolken etwas auflockern. Die meiste Zeit verbringen wir im Zelt mit Lesen und Dösen, nur die täglichen Mahlzeiten locken uns aus unserem kleinen Refugium. Luis entschliesst sich, zusammen mit den Hochträgern und Rob, einem Teilnehmer von Field Touring, am folgenden Tag zu einem Lastengang auf C2, ca. 6300 m, aufzusteigen, um sich die Route und die Schneebedingungen anzusehen. Dabei sollen auch ein paar Stellen im Fixseil für die Folgetage ausgebessert werden.

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31.7., Sonntag - Aufstieg auf C2 6300 m
Der Tag beginnt früh, 1.30 Uhr Frühstück, um 2.00 Uhr geht es los. In großem Bogen über den Gletscher (um der Gefahr von Eislawinen aus dem Couloirs vom K2 zu entgehen) bis zum Einstieg der Cesen-Route benötigt man ungefähr eine Stunde Gehzeit. Da der Abruzzi-Sporn dieses Jahr in sehr schlechtem Zustand ist - durch die fortgeschrittene Ausaperung kommt es dort sehr häufig zu Steinschlag - haben alle Teams schon fürh ihre Bemühungen auf die Cesen-Route konzentriert, die aber nur knapp bis C3, ca. 7050 m, mit Fixseilen versichert ist. Ab dem Steigeisenplatz geht es dann nur noch steil nach oben. Durch eine Serie von Schneecouloirs, die sich um die zahlreichen Felsgrate und Gendarmen winden, folgt man der Route höher bis auf ca. 6150 m. Dann setzte eine lange Linksquerung an, an deren Ende man eine Steilstufe ersteigt. Am oberen Ende der Stufe befindet sich Lager 2 auf zwei kleinen Schneebändern im Schutze von kurzen steilen Felswänden. Den ganzen Aufstieg hindurch stürmt und schneit es, so dass es kaum möglich ist, irgendwo eine Pause einzulegen. Durch den tiefen Schnee und die immer wieder herabschiessende Spindrift kämpfen sich alle Bergsteiger mühsam hinauf, immer wieder muss beim Spuren und versichern abgewechselt werden. Nach ca. 9 Stunden ist letztlich das Lager erreicht, die Lasten werden schnell deponiert und der Abstieg angetreten. Hinunter geht es dann wesentlich schneller, in nur zwei Stunden ist der Wandfuss erreicht, wenig später sind alle wieder durchnässt und erschöpt im Basislager. Abends kommt kurzfristig etwas Aufregung in der Runde auf, da ein anderer Wetterbericht bereits wieder stärkere Höhenwinde für den geplanten Gipfeltag am 5.8. in Aussicht stellt und einige der Betroffenene am liebsten einen Tag früher aufsteigen würden (heute Nacht). Für uns keine Option, da die Akkus nach dem heutigen Aufstieg leer und die Bekleidung durchnässt ist. Also ruhig Blut bewahren.

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1.8., Montag - Ruhetag im BC
Nach einem späten Fürhstück heisst es Sachen packen. Zum Glück ist das Wetter heute etwas besser, so trocknet die vom Vortag durchnässte Bekleidung schnell. Vim aus Belgien, der zusammen mit uns den Broad Peak bestiegen hatte, reist heute ab, da sich seine Hoffnung auf eine Besteigung des Gasherbrum II in Luft aufgelöst haben. Nur noch sechs Bergsteiger befinden sich im Basislager und die Schneehöhen am Berg sind wenig erfolgsversprechend. Alix hat sich nach tagelangem Überlegen heute gegen einen Versuch am K2 entschieden. Luis möchte es dennoch auf einen Versuch mit den anderen Bergsteigern ankommen lassen, da er sich trotz der vorhergehenden Belastungen noch immer fit und belastungsfähig fühlt. Der Zeitplan für die nächsten Tage sieht am Dienstag (2.8.) den Aufstieg auf C2, 6400 m, am Mittwoch (3.8.) C3 (7150 m), Donnerstag (4.8.) C4 (7900 m) und am Freitag (5.8.) den Gipfelgang vor. Tags darauf am Samstag (6.8.) wird ins Basislager abgestiegen, am Sonntag (7.8.) die Koffer gepackt und am Montag (8.8.) geht es entweder über den Gondogoro La oder über die klassische Trekkingroute nach Askole und Skardu zurück. Dann geht die lange Zeit im Baltoro-Gebiet ihrem Ende entgegen.


• Kategorie: Broad Peak & K2 2011
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