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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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08.05.15 - Freitag, 8.5.: Wieder daheim - aber die Not geht weiter
Nach einer kleinen Odyssee über Lhasa, Chengdu, Peking, Frankfurt und München langten wir.....
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In den Nachrichten haben wieder andere Themen das große Erdbeben als Top News abgelö.....
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26.04.15 - Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
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Tagebucheinträge

......unserer Projekte und Expeditionen



Samstag, 23.7., bis Mittwoch, 27.7.
Vom 27.07.11

Wir haben es geschafft! Am 25.7. standen wir nach 16 Stunden Aufstieg um 14.00 Uhr am Hauptgipfel des Broad Peak! Mittlerweile sind wir wohlbehalten im Basislager angekommen und erfreuen uns bester Gesundheit.

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23.7., Samstag - Die Würfel sind neu geworfen
Ein neuer Wetterbericht unseres belgischen Freundes Vim lässt uns aufhören, demnach sieht das Wetter für die nächsten paar Tage plötzlich wieder anders, sprich besser, aus. Nichts neues in dieser turbulenten Saison, doch bezeichnend ist das Nachlassen der Windgeschwindigkeiten im Gipfelbereich. Ein kurzer Anruf bei Charly Gabl bestätigt dies, demnach soll es am Montag lediglich um die 15-20 km/h im Gipfelbereich haben, die beiden Tage davor stärker aber vom Wetter gut für einen Aufstieg geeignet. Noch am selben Tag steigen wir zusammen mit einigen der Teilnehmer von Field Touring Adventures, ein paar Teilnehmern der taiwanesischen, der britischen und der baskischen Expedition ins C2 6180 m auf. Die Nacht ist stürmisch, das windexponierte Lager wird von Böen um die 60 km/h geschüttelt.


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24.7., Sonntag - Aufstieg C3
Da sich unsere gesamt Infrastruktur nach wie vor vor Ort befindet, können wir morgens 5.30 Uhr mit leichten Rucksäcken aufbrechen. Es ist windig und kalt aber sehr schönes, klares Wetter. Wir sind früh gestartet, um eine möglichst lange Ruhephase auf C3 zu haben. Der Aufstieg verläuft reibungslos, um 11.00 Uhr erreichen wir nach 5,5 Stunden ohne Eile den Lagerplatz 7010 m. Nachdem wir viel Wasser geschmolzen, getrunken und gegessen haben, klären wir mit den anderen, die morgen einen Gipfelversuch unternehmen wollen, die Taktik und die Aufbruchszeit. Danach legen wir uns zur Ruhe - in unseren Daunen-Overalls, auf die Mitnahme eines Schlafsackes haben wir aus Gewichtsgründen verzichtet - und versuchen uns zu entspannen und ein paar Stunden zu schlafen, ehe es um 22.00 Uhr wieder los geht.

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25.7., Montag - Gipfeltag
Um 22.00 Uhr stehen wir gestiefelt und gespornt, ohne nennenswertes Frühstück, vor dem Zelt. Sogleich geht es los in die sternenklare Nacht hinein. Einige der Schnelleren übernehmen die Spurarbeit, die zunächst auf der windgepressten Schneedecke und der alten Spur relativ unanstrengend ausfällt, nach der ersten Stunde aber wieder intensiver wird. Die Fixseile der ersten Serac-Barriere sind tief im Schnee verborgen, zum Glück kennen wir durch den Versuch am 14. genau deren Lage und können sie nach einigem Graben an der Randspalte ausmachen. Die zweite Serac-Stufe ist gegen 4.30 Uhr erreicht und kurz danach überwunden. Die Spurarbeit ist nun wieder deutlich anstrengender und zu unserem Pech ziehen die beiden High Altitude Porter (HAPs) der Taiwanesen nicht mit, da sie "aus Sicherheitsgründen" lieber bei ihrer Gruppe (mit einigem "Sicherheitsabstand" zur spurenden ersten Gruppe) bleiben wollen, die beiden HAPs von Field Touring bereits am Vorabend klar gemacht hatten, dass sie nicht mit von der Partie sind. So bleibt es vorwiegend uns vorbehalten, die Spur zu eröffnen. Der ca. 200 m hohe Steilhang bis ins Col 7850 m ist um 9.00 Uhr überwunden, hinter der scharf eingeschnittenen Felsscharte erwartet uns die wärmende Sonne. Wir haben wirklich Glück und einen Traumtag erwischt. Zwar zieht zwischen den nun folgenden Felstürmen des exponierten Gipfelgrats immer wieder die eine oder andere Böe hinauf, doch ist es im wesentlichen so ruhig und schwachwindig wie im Wetterbericht versprochen. Immer wieder geht es auf und ab, felsige Passagen im I. und II. Schwierigkeitsbereich wechseln mit kurzen, steilen Firnhängen ab. Um 11.20 Uhr ist der Vorgipfel erreicht, an dem es viele Gipfelaspiranten gut sein lassen. Warum sehen wir deutlich, der weitere Weg bis zum Haupftgipfel ist noch irrsinnig weit. Nach einigen Aufschwüngen erreichen wir gegen 13.30 Uhr den schneebedeckten Zentralgipfel und marschieren zügig weiter. Zum Glück geht es relativ geradlinig, ohne viel auf und ab, und aper über den schmalen Grat hinweg, so dass wir schon eine halbe Stunde später am höchsten Punkt des Broad Peak, 8051 m, ankommen. Zeitgleich mit uns, Alix und Luis, erreichen der Brite Scott, der Baske Javi, die Französin Sophie und der Belgier Vim den Gipfel. Wir erlauben uns nur eine kurze Zeit für Ausblick und Glücksgefühle, da wir wissen, dass die Zeit drängt und der Abstieg noch lang ist. Die Gegenanstiege auf dem Rückweg fallen uns zunehmend schwerer, zum Glück hält das Wetter und die Sonne wärmt uns, wenn wir eine kurze Verschnaufpause einlegen müssen. Um 17.30 Uhr sind wir wieder im Col 7850 m zurück. Alle machen sich zum Abseilen bereit und Luis legt die Ski an, die er über den gesamten steilen Aufstieg hinaufgeschleppt hat. Vom skitechnisch höchstmöglichen Punkt der Route, dem Col 7850 m, fährt er zunächst auf der Aufstiegsroute, dann im Abfahrtssinne weiter links auf der "rechten Aufstiegsvariante" hinab, um die Fixseile der Serac-Barrieren zu vermeiden. Nach einer Stunde ist er um 18.45 Uhr im C3, alle anderen Gipfelgänger laufen einige Stunden später sicher im Hochlager ein. Ein langer Tag geht zu Ende.

Hier gibt es ein tolles Gipfelpanorama vom Broad Peak mit unseren Bildern zu sehen >> 


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26.7., Dienstag - Abstieg ins Basislager
Zum Glück fällt das Wetter am Abstiegstag nicht so schlecht wie angekündigt aus und wir können entspannt im Sonnenschein das Lager abbauen und packen. Die anschliessende Skiabfahrt von Luis mit schwerem Rucksack bis hinab ins C2 fällt aufgrund des schlechten Schnees und der Belastung des Vortages nicht mehr ganz so entspannt aus. Auf C2 muss ebenfalls ein Zelt abgebaut werden und die Rucksäcke nehmen atronomische Dimensionen an. Wir sind sehr "erleichtert", als wir gegen 19.30 Uhr von Sultan, dem Basislagerverwalter willkommen geheissen werden und die schweren Monster ablegen können. Ein reichhaltiges Gipfelmenü bei Field Touring, ein Whiskey zum Anstossen mit den anderen Gipfelgängern, schliessen den Tag ab und beenden einen erfolgreichen Gipfelgang und die bis dato vermutlich höchste Skibefahrung am Achttausender Broad Peak.

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27.7., Mittwoch - Umzug ins K2-Basislager
Es bleibt wenig Zeit zu verschnaufen, schon nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen für den Umzug ins K2-Basislager. Gegen 13.00 Uhr sind Träger bestellt, die uns und unsere sieben Sachen ins 2 Stunden entfernte Basislager des K2 bringen sollen. Dort wollen wir in der noch verbleibenden knappen Zeit einen Versuch unternehmen. Das Abenteuer geht weiter!


• Kategorie: Broad Peak & K2 2011
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