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Unser Buch "Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt"

Leidenschaft fürs Leben - Gemeinsam auf die höchsten Berge der Welt


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Nach einer kleinen Odyssee über Lhasa, Chengdu, Peking, Frankfurt und München langten wir.....
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26.04.15 - Sonntag 26.4.: Der Tag nach dem Beben
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Tagebucheinträge

......unserer Projekte und Expeditionen



Donnerstag, 23.6. bis Montag, 27.6.
Vom 27.06.11

Leider ist das BGAN-System in Pakistan derzeit gestört, so dass wir keine eigenständigen Einträge vornehmen und vor allem nicht im bisherigen Umfang Bildmaterial einstellen können. Wir bitten um Verständnis und hoffen, dass die Störung innerhalb der nächsten Tage behoben werden wird.

© by www.goclimbamountain.de

23.6., Donnerstag - BC
So wie am Vortag mit Phil und Chris besprochen, machen sich unsere drei Expeditionen um 6.00 Uhr daran, die Strecke bis Camp 1, 5850 m, mit Fixseilen zu versichern. 1200 Meter Seil, ein Dutzend Firnanker, ein paar Felshaken und Eisschrauben sind dafür notwendig. Schon am Mittag ist die schnelle Crew wieder im BC zurück. Für alle anderen steht heute die Verbesserung der Lagerplattformen, das Aussortieren des Materials und der Verpflegung sowie die Einrichtung von Mess- und Materialzelt auf dem Programm - alles in allem eine tagesfüllende Aufgabe.

24.6., Freitag - BC
Nach dem Frühstück machen sich Jürgen, Helga, Tom, Olaf und Jörg auf einen Akklimatisationsspaziergang zum K2-Basislager. In den frühen Morgenstunden hat es etwas geschneit, doch die Sonne bricht immer mehr durch die Nebeldecke hindurch. Wir anderen, Alix, Ralf, Kurt, Wolfgang und Luis, widmen uns weiteren Aufgaben im Lager. Nach einem gemeinsamen Mittagessen um 13.00 Uhr wird die persönliche Ausrüstung vorbereitet und einige Ausrüstungsgegenstände verteilt, morgen Samstag wollen wir das erste Mal zum Camp 1 aufsteigen, um Zeltplattformen zu preparieren und Zelte aufzustellen.

25.6., Samstag - Aufstieg Camp 1
3.00 Uhr wird geweckt, um 4.15 Uhr sind wir auf dem Weg. Ein schmaler Pfad führt uns in die Nähe vom Field Touring Basecamp, dann biegen wir nach rechts ab, um den Godwin-Austen-Gletscher in Richtung des Wandfusses des Broad Peak zu überqueren. Mit roten Wimpeln ist die komplizierte Route durch den Gletscher ausgesteckt, doch immer wieder muss man sich suchend umblicken. Immer wieder muss man über Eisklippen steigen, Gletscherspalten und Bäche überqueren. Dann ist das Labyrinth überwunden und wir stehen vor dem Einstieg in die Fixseile. 1200 Meter Fixseil führen durch kontinuierlich steile Couloirs und Firnflanken, zuletzt in einem ausholenden Rechtsbogen zu Camp 1, dem sogenannten "Zahnlager". Dieses sollte 5850 m hoch sein, tatsächlich liegt es aber nur auf 5640 m. Lediglich fünf bis sechs Zelte finden auf dem exponierten Felssattel Platz. Nach vier Stunden Gehzeit haben die ersten das Lager erreicht, die letzten treffen etwa eine Stunde später ein. Die Verhältnisse sind ideal, fester Trittfirn auf dem Eis und kaum Blankeis. Wir stellen ein Zelt auf einer Plattform etwas höher als das Hauptlager auf. Nachdem es noch so früh ist, beschliessen wir, noch ein Stück weiter Richtung Camp 2 zu steigen und dort ein Depot anzulegen. Wolfgang und Tom steigen direkt von C1 wieder ins Tal ab. Um 9.00 Uhr brechen wir auf. Wir haben einen Traumtag erwischt, nicht eine einzige Wolke trübt den Himmel. Dies bedeutet allerdings auch, dass uns die Sonne immer mehr zu schaffen macht, die bei Windstille unbarmherzig vom Himmel brennt. Die weitere Route folgt einer Serie von Querungen durch Felstürme hindurch immer weiter hinauf und nach rechts, bis sie die Schneide des w-Grats erreicht und auf diesem treppenartig höher leitet. Der Aufstieg verläuft zwar nicht mehr so leichtfüssig wie zu Beginn der Etappe, doch machen wir noch immer guten Fortschritt. Gegen 12.00 Uhr erreichen tatsächlich die ersten das zweite Hochlager, gegen 14.00 kommen die letzten dort an. Camp 2 befindet sich auf einer Verbreiterung des Grates, nach Angabe 6250 m hoch, unserem GPS zufolge 6180 m hoch gelegen. Eine Serie von kleinen Zeltplattformen säumt die Gratverflachung. Gerade noch rechtzeitig können wir uns einige Zeltplattformen sichern bevor uns diese von den Hochträgern der anderen Expeditionen weggeschnappt werden. Zelte, Seile, Firnanker, Kocher und Gas werden deponiert, dann machen wir uns schnell an den Abstieg, der 1-3 Stunden bis zum Beginn der Fixseile in Anspruch nimmt, dann nochmals 45 Minuten bis 1,5 Stunden zum Basislager. Als wir dort eintreffen, sind wir alle sehr erschöpft, ein langer Tag geht seinem Ende zu.

26.06., Sonntag - Ruhetag im Basecamp
Nach einem späten Frühstück trocknen wir unsere Sachen und sortieren die Ausrüstung. Für den Rest des Tages ist nur noch Erholung, Essen und Trinken angesagt.

27.06., Montag - Ruhetag
Schon früh morgens rascheln die Schneeflocken auf unserem Überzelt - es schneit. Alle werden heute einen weiteren Ruhetag im BC verbringen, nur Tom ist zusammen mit vier amerikanischen Bergsteigern auf dem Weg nach C1, um dort eine Akklimatisationseinheit einzulegen. Im Laufe des Vormittags schwächt sich der Schneefall ab, die Sonne kommt hervor und die Wolken verziehen sich. Es wird noch ein wunderschöner Tag und Tom setzt seinen Aufstieg bis C2, 6180 m, fort und steigt bei bestem Wetter und guten Verhältnissen wieder auf C1 ab, um dort die Nacht zu verbringen. Wir anderen halten einen Plausch mit den Nachbarn, kümmern uns um unsere Ausrüstung oder Versuchen den Köchen ein Rezept für Schinkennudeln näher zu bringen. Nachmittags zieht es wieder zu und wir machen unser Lager schnee- und sturmsicher. Dank Andreas vom Büro haben wir heute einen neuen Wetterbericht erhalten, nachdem unser BGAN-System (wie auch das der anderen Expeditionen) gestört ist. Dieser verheisst wenig gutes, die kommenden Tage sollen wechselhaft werden, immer wieder leichter Schneefall, dazwischen aber auch mal Sonne. Vor allem für morgen Nachmittag und Abend sind 20 cm Neuschnee angekündigt. Also wiederum kein Tag, um ins Hochlager aufzusteigen. Unser Plan ist nun, den Dienstag im Basislager abzuwarten und darauf zu setzen, am Mittwoch ins C1 oder C2 aufsteigen zu können.


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