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    <title>Go Climb a Mountain - Tagebucheinträge</title>
    <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php</link>
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    <copyright>Die Inhalte werden unter einer Creative-Commons-Lizenz veröffentlicht, die unter folgender URL einsehbar ist:
http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/3.0/de/</copyright>
    <language>de-de</language>
    <pubDate>Fri, 10 Sep 2010 05:14:54 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Fri, 10 Sep 2010 05:14:54 +0200</lastBuildDate>
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  <title>Donnerstag - Ankunft in M&amp;uuml;nchen</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=163#01id163</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276958358.jpg" target="_blank"><img title="Makalu SW-Wand in ihrer vollen Pracht" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276958358.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Um 2.15. Uhr besteigen wir endlich das Flugzeug, das uns nach Hause nach M&uuml;nchen bringen soll. Die Temperatur in Abu Dhabi betr&auml;gt nachts noch &uuml;ber 30 Grad Celsius, wovon allerdings im voll klimatisierten Flughafen wenig zu sp&uuml;ren ist. Hier f&uuml;hlt man sich eher wie in Nordeuropa, so tief gek&uuml;hlt ist der gesamte Geb&auml;udekomplex. Nach ca. sechs Flugstunden durchsto&szlig;en wir in Bayern die Bew&ouml;lkungsdecke und machen uns bereit zum Landeanflug auf M&uuml;nchen. Das Wetter ist k&uuml;hl und schmuddelig, es regnet leicht. So sind wir es gewohnt - nicht von den letzten beiden Monaten, aber von zu Hause - so dass sich gleich die richtige Wiedersehensfreude einstellen will. 6.30 Uhr ist das Gep&auml;ck vom Band, wir (Alix, Luis) verabschieden uns nach so langer Zeit von Joe, den seine Eltern am Flughafen in Empfang nehmen, und marschieren zur S-Bahn, mit der wir das letzte St&uuml;ck nach Hause in den M&uuml;nchner S&uuml;den fahren. Damit endet unsere zweimonatige Reise, die uns an den "Schwarzen Berg", den Makalu 8485 m, nach Nepal f&uuml;hrte. Leider konnten wir nicht alle den Gipfel erreichen und auch die projektierte Skiabfahrt fiel als Konsequenz flach, doch wir hatten viele eindrucksvolle Erlebnisse und sind alle wieder gesund und munter zu Hause. Schon allein das darf man bei solchen Vorhaben nicht als Selbstverst&auml;ndlichkeit voraussetzen, dies f&uuml;hrt uns das Geschehen der letzten Tage am Berg pr&auml;gnant vor Augen. Trotz aller Erlebnisse fehlt nat&uuml;rlich ohne den Gipfel etwas - es ist wie mit einer Torte ohne Sahneh&auml;ubchen. Denjenigen, die nach einem gescheiterten Gipfelgang immer wieder beteuern, dies w&auml;re ihnen ganz einerlei und sie seien dennoch vollst&auml;ndig erf&uuml;llt und gl&uuml;cklich, kann man nur erwidern: "Ehrlich?". "Der Weg ist das Ziel" - aber wenn er nicht bis zum Gipfel f&uuml;hrt, ist er eben nicht ganz zu Ende gegangen worden. Andererseits d&uuml;rfen wir dem Berg nicht als Fordernde begegnen sondern m&uuml;ssen f&uuml;r jede Kleinigkeit dankbar sein, die er uns gew&auml;hrt. Insofern darf man auch ein Scheitern nicht als die Antithese des Erfolgs sondern vielleicht sogar als seine Voraussetzung sehen. Nur durch vorsichtiges Herantasten an die gro&szlig;e Aufgabe, durch wiederholtes kritisches Infragestellen seiner selbst und immer w&auml;hrendes Lernen und Verbessern k&ouml;nnen wir darauf hoffen, diese Abenteuer sicher und erfolgreich zu bestehen. Vielleicht sieht uns der Makalu ja auch bald schon wieder - der Australier Blair wird n&auml;chstes Jahr zum dritten Mal hinfahren, nachdem er nun zum zweiten Mal kurz vor Erreichen des Gipfels umdrehen musste - ein faszinierender Berg mit klaren Linien, sicherlich mit der formsch&ouml;nste Achttausender &uuml;berhaupt, der auf jeden Fall einen weiteren Besuch wert ist!</p>
<p style="text-align: justify;">Wir bedanken uns bei allen, die mitgefiebert und den Daumen gedr&uuml;ckt haben, f&uuml;r die moralische Unterst&uuml;tzung und hoffen, Ihr seid auch beim n&auml;chtsten Mal wieder mit dabei!</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Thu, 03 Jun 2010 14:08:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=163#01id163</guid>
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  <title>Mittwoch - R&amp;uuml;ckflug nach Hause</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=162#01id162</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1243880317.jpg" target="_blank"><img title="R&uuml;ckflug nach Hause" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1243880317.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="189" /></a> <br />Der Vormittag steht uns noch frei zur Verf&uuml;gung, wir verbringen ihn mit einigen letzten Besorgungen in der Stadt. Mittags werden wir im Hotel abgeholt und zum Flughafen gebracht. Die Tourismussaison neigt sich schon sehr ihrem Ende entgegen, daher ist der Trubel am Tribhuvan-Flughafen nicht ganz so schlimm und die Wartezeiten halten sich in Grenzen. Wir haben z&uuml;gig eingecheckt und die Sicherheitskontrollen hinter uns gelassen, schon sind wir in der Luft und auf dem Weg nach Abu Dhabi. Die sechs Stunden Wartezeit auf den Anschlussflug nach M&uuml;nchen verbringen wir dort in einer Lounge und lassen es uns gut gehen.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Wed, 02 Jun 2010 13:59:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=162#01id162</guid>
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  <title>Dienstag - Kathmandu</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=161#01id161</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1243957959.jpg" target="_blank"><img title="Verk&auml;uferinnen in Kathmandu" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1243957959.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="275" /></a> <br />Auch der zweite Tag in der nepalischen Hauptstadt l&auml;sst uns wenig zur Ruhe kommen. Bereits vormittags treffen wir uns mit der Journalistin Billi Bierling, die f&uuml;r Miss Elizabeth Hawley arbeitet und bei der Erstellung der Himalaya-Chronik mitwirkt, zum Interview. Bis ins kleinste Detail will sie Dinge aus dem Expeditionsverlauf wissen. Mittags holt uns unser Climbing Sherpa Singi zum Mittagessen bei seiner Familie ab. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern hat er bis vor Kurzem in einer ca. 15 Quadratmeter gro&szlig;en Wohnung (eigentlich ist es ein "Zimmer") in Kathmandu gelebt, seit letztem Jahr haben sie ein weiteres Zimmer dazu gemietet - daf&uuml;r haben sie aber auch die beiden Kinder seines Bruders, der zusammen mit seiner Ehefrau in Ladakh verstorben war, mit zu sich genommen. Dennoch ist alles adrett eingerichtet, sauber und liebevoll gepflegt. Die 16-j&auml;hrige Tochter Zhangmu ist heute schon aus der Schule zur&uuml;ck und hilft ihrer Mutter beim Kochen und Bedienen. Das nach Sherpa-Art zubereitete Essen schmeckt hervorragend, besser als in jedem Restaurant. Am fr&uuml;hen Nachmittag verabschieden wir uns und schauen nochmals kurz bei der Agentur vorbei, danach haben wir ein Treffen mit einigen der Teilnehmer von Arnolds Gruppe, die bereits wieder in Kathmandu sind, in Thamel verabredet. Abends sind wir zusammen mit den Mitarbeitern von Intrek zu einem Abschiedsessen in einem Newari-Restaurant in der Stadt eingeladen.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Tue, 01 Jun 2010 13:42:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=161#01id161</guid>
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  <title>Montag - Kathmandu</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=160#01id160</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1243957972.jpg" target="_blank"><img title="Die Stupa Bodnath in Kathmandu" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1243957972.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="275" /></a> <br />Nach einem ausgiebigen Fr&uuml;hst&uuml;ck am B&uuml;ffet des Hotel Yak &amp; Yeti f&uuml;hlen wir uns gest&auml;rkt, um den gesch&auml;ftigen Tag in Angriff zu nehmen. Um 10.00 Uhr sind wir mit unserer Agentur zu einer Besprechung verabredet, die sich bis &uuml;ber den Mittag hinaus hinzieht. Nachmittags geht es zum "Debriefing" ins Tourismusministerium, einem endlosen Papierkrieg, der ebenfalls &nbsp;Stunden in Anspruch nimmt. Erst am sp&auml;ten Nachmittag ist alles erledigt - und auch wir, bei Temperaturen &uuml;ber 30 Grad Celsius. Abends treffen wir uns mit Mor, der in einem anderen Hotel in Thamel abgestiegen ist, zum Abendessen.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Mon, 31 May 2010 13:32:00 +0200</pubDate>
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  <title>Sonntag - Flug nach Kathmandu</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=159#01id159</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276960431.jpg" target="_blank"><img title="Die kleine Twinotter beim Abflug aus Lukla" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276960431.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Nach der Nacht im Krankenhaus geht es Joe bereits viel besser, die selbstangesetzte Behandlung hat die erw&uuml;nschte Wirkung gezeigt. Zum Fr&uuml;hst&uuml;ck ist er bei uns in der Lodge und als der erste Flug ausgerufen wird, ist er mit Mor schon am Flughafen. Einige Zeit ist das Wetter zu schlecht f&uuml;r weitere Fl&uuml;ge und wir bangen bereits, dass wir in Lukla festh&auml;ngen. Doch das Wetter hat ein Einsehen und klart wieder auf. Ein, zwei Stunden sp&auml;ter ist es auch f&uuml;r unseren dritten Flug so weit und atmen erleichtert auf, als die Maschine das Rollfeld hinunterschie&szlig;t. Eine knappe Stunde sp&auml;ter befinden wir uns im feuchthei&szlig;en Klima Kathmandus und nehmen unser Gep&auml;ck entgegen. Unsere Agentur Intrek holt uns am Flughafen ab und bringt uns ins Hotel Yak und Yeti. Von Arnolds Expedition erreicht uns die Nachricht, dass die Suche nach Harris mittlerweile eingestellt wurde. Er konnte trotz intensiver Bem&uuml;hungen nicht lokalisiert werden. Allm&auml;hlich beginnt die Anspannung der vergangenen Tage von uns abzufallen und wir genie&szlig;en die Annehmlichkeiten der Zivilisation mit einem guten Abendessen mit einem k&uuml;hlen "Everest"-Bier dazu, ehe wir m&uuml;de ins frisch gemachte Bett sinken.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sun, 30 May 2010 14:34:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=159#01id159</guid>
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  <title>Samstag - Helikopterflug nach Lukla</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=158#01id158</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276960387.jpg" target="_blank"><img title="Der Hubschrauber von Fishtail Air beim Landeanflug" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276960387.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Als wir morgens erwachen - wir haben uns den Wecker fr&uuml;h gestellt, da wir auch auf dem k&uuml;rzesten Weg keine Zeit verlieren d&uuml;rfen - begr&uuml;&szlig;t uns strahlendes, wolkenfreies Wetter. Trotzdem beginnt der Morgen mit einem Schrecken: Joe&acute;s infekti&ouml;ser Husten hat sich &uuml;ber Nacht zu einem asthmatischen Anfall ausgewachsen, er bekommt kaum noch Luft. Zur gezielten Behandlung der Erkrankung fehlen uns die richtigen Medikamente. Zum Gl&uuml;ck haben wir aber noch immer unser Satellitentelefon dabei, &uuml;ber das wir einen Helikopter aus Lukla anfordern. Zum Gl&uuml;ck ist das Wetter so gut, gespannt warten wir die Ankunft des Helikopters ab, nun haben wir tats&auml;chlich einen richtigen Notfall. Gegen 8.15 Uhr h&ouml;ren wir das immer lauter werdende "Wapp-wapp-wapp" des Rotors in der Luft, keine drei Minuten sp&auml;ter sind wir allesamt in der Luft. Joe bekommt Sauerstoff aus der&nbsp; Bordflasche des Helikopters, es geht ihm gleich etwas besser. Dennoch wagt er sich kaum zu bewegen oder zu sprechen. Das Tal hinunter wird die Bew&ouml;lkung immer dichter, als wir in Tashigaon zum Auftanken zwischenlanden. Dennoch gelingt es dem Piloten, Lukla nach einer weiteren halben Stunde Flugzeit sicher zu erreichen. Um 10.00 Uhr setzen wir direkt neben dem neu erbauten Hospital auf und liefern Joe beim diensthabenden Arzt ab. Eine langwierige Behandlung beginnt, die sich &uuml;ber den gesamten Tag hinzieht. Wir verbliebenen drei, Alix, Mor und Luis, quartieren sich zwischenzeitlich in der nahegelegenen Everest Summit Lodge ein und k&ouml;nnen zumindest schon mal eine erste Dusche genie&szlig;en.&nbsp; Nachmittags versuchen wir, mit einem der wenigen noch verbleibenden Fl&uuml;ge nach Kathmandu zu gelangen, um Joe dort in einer Klinik mit besseren Behandlungsm&ouml;glichkeiten unterzubringen. Leider hat sich aber das Wetter verschlechtert und der Flug wird gestrichen. Joe bleibt &uuml;ber Nacht zur &Uuml;berwachung im Krankenhaus, wir essen in der Lodge zu Abend und gehen dann nach all der Aufregung des Tages erschk&ouml;pft fr&uuml;h zu Bett.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sat, 29 May 2010 05:43:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=158#01id158</guid>
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  <title>Freitag - Abstieg ins Hillary Basecamp</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=157#01id157</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277045983.jpg" target="_blank"><img title="Abstieg &uuml;ber den schuttbedeckten Gletscher" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277045983.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Nachdem nun alle verbliebenen Expeditionsmitglieder wieder vereint sind, ist es h&ouml;chste Zeit, sich um die R&uuml;ckkehr nach Kathmandu zu k&uuml;mmern. Durch die wenige Zeit, die uns &uuml;brig bleibt, entschlie&szlig;en wir uns, auf dem k&uuml;rzesten Wege zur&uuml;ck nach Tumlingtar zu trekken. Die &Uuml;berschreitung der Ice Cols w&auml;re in den wenigen Tagen nur mit  einem Gewaltmarsch und Riesenetappen schaffen. Joes Gesundheitszustand ist sichtlich angegriffen. Er vermutet eine Atemwegsinfektion, die sich durch den extremen H&ouml;henaufenthalt nun verschlimmert hat. Noch immer keine Nachrichten von Harris. Gansa und Lakpa sind mittlerweile nach mehrt&auml;gigem Aufenthalt in extremer H&ouml;he selbst am Rande einer H&ouml;henkrankheit und m&uuml;ssen durch Wangchu und Pemba ersetzt werden. Nach dem Mittagessen verabschieden wir uns von Arnold und seiner Crew und machen uns auf den m&uuml;hseligen Abstieg durchs Blockwerk ins Hillary Basecamp, 4850 m. Zu uns gesellt sich Mor, ein Teilnehmer Arnolds aus Israel, der sich uns anschlie&szlig;en will. Gegen 19.00 Uhr kommen wir im BC an, stellen unser Zelt auf einer kleinen Wiese auf und nehmen ein einfaches Abendessen aus der Campingk&uuml;che zu uns. Ein alter Yak-Hirte, der dort auf seine &uuml;ber sechzig Tiere aufpasst, l&auml;dt uns zum Tee ein und l&auml;sst uns neben seiner Holzh&uuml;tte campieren.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Fri, 28 May 2010 16:16:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=157#01id157</guid>
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  <title>Donnerstag - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=156#01id156</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277045995.jpg" target="_blank"><img title="Ausschlafen ist das wichtigste" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277045995.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Unser schlechtes Gef&uuml;hl best&auml;tigt sich leider heute - endlich haben wir Funkkontakt zu Arnold. Er berichtet uns von den dramatischen Ereignissen, die sich in der Zwischenzeit ereignet haben. Neben Tunc haben am Dienstag Arnold, Gunthis, Harris, Joe sowie einige Climbing Sherpas den Gipfel des Makalu erreicht. Jedoch befindet sich der Grieche Harris, der bereits ab 7000m k&uuml;nstlichen Sauerstoff verwendet hat, immer noch alleine auf der Gipfeletappe - in &uuml;ber 8000m H&ouml;he hat er dort bereits zwei N&auml;chte im Freien verbracht. Kaum Chancen, das zu &uuml;berleben, zumal ihm inzwischen sicherlich der Sauerstoff ausgegangen ist. Dennoch gibt es wie durch ein Wunder immer wieder Lebenszeichen vom ihm. Arnold schickt zwei seiner Sherpas nochmals hinauf. Die k&ouml;nnen ihn aber nicht finden, da er anscheinend in einer Schneeh&ouml;hle biwakiert. Adele und Gunthis sind in Sicherheit aber vollkommen ersch&ouml;pft und gesundheitlich angeschlagen (Adele hatte ein H&ouml;henhirn&ouml;dem, Gunthis Erfrierungen an den H&auml;nden entwickelt) und befinden sich im Abstieg nach Lager 2. Arnold und Joe sind - gesund aber ersch&ouml;pft - bereits im Lager 2 und steigen heute noch ins ABC ab. Am Vormittag gelingt es Luis endlich, direkt mit Joe &uuml;ber Funk zu sprechen, der sehr ersch&ouml;pft klingt. Arnold bittet um Hilfe aus dem ABC, ihm und Joe entgegenzugehen und zu unterst&uuml;tzen, da beide &auml;u&szlig;erst ersch&ouml;pft sind. Daraufhin starten Mor und Luis gegen 12.00 Uhr im ABC mit Getr&auml;nken - gegen 15.00 Uhr sind sie am Beginn <br />der ersten Fixseile und nehmen dort Arnold und Joe in Empfang. Gegen 18.00 Uhr kommen alle schwer bepackt und vom Schneefall durchn&auml;sst im ABC an. Joe berichtet das erste Mal ausf&uuml;hrlicher von seinem Gipfelgang, wir gratulieren ihm herzlich. Er ist als einziger Bergsteiger an diesem extrem kalten Tag (morgens -45 Grad Celsius) ohne die Zuhilfenahme von Sauerstoff auf den Gipfel gelangt. Schon bald nach dem Abendessen sind alle m&uuml;de und es wird fr&uuml;h zu Bett gegangen.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Thu, 27 May 2010 16:08:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=156#01id156</guid>
</item>
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  <title>Mittwoch - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=155#01id155</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277143518.jpg" target="_blank"><img title="Abstieg durchs French Couloir und den H&auml;ngegletscher" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277143518.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Der Kitchenboy Dumi bringt Luis und Alix um 8h einen Wake-up-Tea zwar nicht ans Bett aber an den Schlafsack. Um 8.30h genie&szlig;en sie ein leckeres Fr&uuml;hst&uuml;ck zusammen mit Mor. Anschlie&szlig;end wird gepackt, denn die Zeit l&auml;uft davon und f&uuml;r morgen ist der Abstieg &uuml;ber die Ice Cols geplant. Mit einem Ohr h&auml;ngen beide immer am Funkger&auml;t, denn Joe fehlt ja noch! Keiner wei&szlig; bislang, wie es ihm ergangen ist, ob er auf den Gipfel gekommen ist und wo er sich gerade befindet. Das Wetter ist scheu&szlig;lich, es schneit und es weht ein &uuml;bler Wind. Beide sind froh, gestern bis ins ABC abgestiegen zu sein. Unterdessen macht sich Joe zusammen mit Arnold an den Abstieg. Adele und Gunthis, die beide sehr entkr&auml;ftet sind, steigen am heutigen Tag nur bis C3, 7400 m ab, wohingegen Joe und Arnold das ABC, 5650 m, erreichen wollen. Unterwegs erreicht sie ein Funkspruch von Harris, er habe die Nacht in einer "Eish&ouml;hle" verbracht und ben&ouml;tige Hilfe f&uuml;r den weiteren Abstieg. Alarmiert schickt Arnold die Climbing Sherpa Gansa und Lakpa zur&uuml;ck ins letzte Lager. Zum Lunch um 12.00 Uhr im ABC ist Tunc, ein Teilnehmer von Arnolds Team und inzwischen ein uns lieb gewordener Freund, zur&uuml;ck im ABC. Wir kennen ihn von der Ama Dablam 2004 und vom Dhaulagiri 2009. Er konnte gestern - mit k&uuml;nstlichem Sauerstoff - den Gipfel des Makalu erreichen. Unsere Gratulation! Den ganzen Tag &uuml;ber machen wir uns Sorgen und haben ein ungutes Gef&uuml;hl, denn wir h&ouml;ren weder von Arnolds Gruppe noch von Joe ein Lebenszeichen. Mor schickt Arnold eine SMS auf sein Sattelitentelefon. Morgen fr&uuml;h werden zwei Climbing Sherpas vom ABC aus starten, um ggf. Hilfe leisten zu k&ouml;nnen. Um 19.00 Uhr gibt es f&uuml;r Luis, Alix, Mor und Tunc Abendessen. Es ist kalt - bald kriecht jeder in seinen Schlafsack.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Wed, 26 May 2010 16:08:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=155#01id155</guid>
</item>
<item>
  <title>Dienstag - 2. Gipfelversuch</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=154#01id154</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277143492.jpg" target="_blank"><img title="Joe am Gipfelgrat" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277143492.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Es ist unm&ouml;glich, zu dritt gleichzeitig aus dem Zelt zu kriechen und startklar zu sein - so ist Joe der erste, der das Lager 4 gegen 0.30 Uhr verl&auml;sst. Luis und Alix folgen keine Viertelstunde sp&auml;ter. Es ist bitterkalt, -45 Grad Celsius, Luis hat schnell Probleme mit den F&uuml;&szlig;en, da die Sohlenheizung seiner Skitourenschuhe nichtfunktioniert. Er kommt zudem in keinen vern&uuml;nftigen Gehrhythmus hinein und f&uuml;hlt sich nicht gut, Alix hingegen kommt recht gut zurecht. Bald wird klar, dass es f&uuml;r Luis zu gef&auml;hrlich wird, weiter zu gehen, wenn er sich seine F&uuml;&szlig;e nicht erfrieren will, die er mittlerweile nicht mehr sp&uuml;ren kann. Er ermuntert Alix&nbsp; allein weiter zu gehen. Beide versuchen mehrfach Joe &uuml;ber Funk zu erreichen, damit er Bescheid wei&szlig; und Alix zu ihm aufschlie&szlig;en kann. Leider bleibt die Kontaktaufnahme erfolglos. Luis und Alix beschlie&szlig;en daraufhin, dass Luis allein zum Lager 4 absteigt und Alix zumindest bis zu dem gestern angelegten Depot auf 8050m alleine aufsteigt und schaut, ob sie auf Bergsteiger anderer Expeditionen trifft, denen sie sich anschlie&szlig;en kann. Gegen 3.30 Uhr erreicht Alix das Depot. W&auml;hrend des Aufstiegs hat sie ein mulmiges Gef&uuml;hl, Luis alleine abgestiegen haben zu lassen. Nachdem sie Joe immer noch nicht per Funk erreicht hat und keine Lichter anderer Bergsteiger in Sichtweite sind, ist die Entscheidung schnell gefallen: Sie sammelt das deponierte Material ein und steigt nach Lager 4 ab, um Luis im Abstieg zu begleiten. Joe hat indessen zur Gruppe Arnold Costers aufgeschlossen und steigt mit Adele, Gunthis, Harris, Tunc und Arnold sowie den Climbing Sherpas Gansa, Pemba und Lakba durchs French Couloir zum Gipfelgrat auf. Auf ca. 8300 m beginnt sich dieser zun&auml;chst als breiter R&uuml;cken hin zum Gipfel zu erstrecken. In der N&auml;he des Vorgipfels oder "False Summit"&nbsp; verj&uuml;ngt er sich immer mehr und wird messerscharf, f&auml;llt etwas ab, ehe der letzte Aufschwung zum Hauptgipfel folgt. Gegen 12.30 Uhr erreicht Joe mit Gunthis und Arnold den Gipfel bei bestem Wetter und bleibt ca. eine Viertelstunde am h&ouml;chsten Punkt. Auf dem Weg zur&uuml;ck begegnen sie dem Griechen Harris, den Arnold vehement versucht, zum Abstieg zu bewegen, der aber nicht locker l&auml;sst. Am Ausstieg des French Couloirs finden die drei Bergsteiger die besinnungslose Adele vor, die an einem H&ouml;henhirnedem zu leiden scheint. Nach der Gabe von Dexamethason schleppen und zerren sie sie mit vereinten Kr&auml;ften in den Schutz von Lager 4, in dem sie gegen 19.30 Uhr ankommen und dort die Nacht verbringen. Harris meldet sich noch einmal &uuml;ber Funk, er befinde sich im Abstieg durchs French Couloir, dann h&ouml;rt man die restliche Nacht nichts mehr von ihm. W&auml;hrenddessen beginnen Luis und Alix gegen 9.00 Uhr morgends mit dem langen Abstieg ins ABC. Auf dem Weg treffen sie Fabrizio und sein Team, der ebenfalls schon nach einer Gehstunde wegen der gro&szlig;en K&auml;lte den Gipfelversuch abgebrochen hat, sowie Marty und Blair. Am Makalu La kocht Blair f&uuml;r alle zur St&auml;rkung Wasser und verteilt amerikanische Chocolate Cookies, die himmlisch schmecken! Zusammen f&auml;llt der Abstieg leichter als alleine. Mit einbrechender Dunkelheit gegen 19.00 Uhr sind Alix und Luis auf den letzten Metern vor dem ABC, als ihnen zwei Kitchenboys mit Getr&auml;nken entgegen kommen und ihnen die gut 30 kg schweren Rucks&auml;cke abnehmen. Der Abendessenstisch ist auch schon gedeckt und zusammen mit Mor, ein Teilnehmer aus Arnold Costers Gruppe, genie&szlig;en Alix und Luis ein leckeres nepalesisches Men&uuml; - und eine Coca Cola! Ersch&ouml;pft kriechen sie um 22h in die Schlafs&auml;cke - etwas in Sorge um Joe, von dem sie den ganzen Tag nichts geh&ouml;rt haben.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Tue, 25 May 2010 16:07:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=154#01id154</guid>
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  <title>Montag - Gipfelversuch</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=153#01id153</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276960322.jpg" target="_blank"><img title="Luis und Alix am Umkehrpunkt, 8050 m" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276960322.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />...und zweitens als man denkt: Seit ca. 21.00 Uhr gestern Abend schneit es ununterbrochen. Wir verschieben unsere Aufbruch immer wieder, funken mit Arnold in C3 und Fabrizio im unteren C4. Keiner kriecht aus seiner H&uuml;tte. Wir entschlie&szlig;en uns dann doch, gegen 2.15 Uhr zu starten. Wir wollen bis zur Helligkeit an den Fixseilen aufsteigen - oftmals in den letzten Wochen hat der n&auml;chtliche&nbsp; Niederschlag mit dem Morgengrauen nachgelassen. Doch heute haben wir kein Gl&uuml;ck: Als wir um 4.30 Uhr auf ca. 8000m am Ende der ersten Fixseilpassage ankommen, schneit es munter weiter. Luis und Joe machen hier Depot (Ski, St&ouml;cke, Pickel, Seil) - wir wollen uns die Chance f&uuml;r einen m&ouml;glichen 2. Versuch morgen offenhalten. Eine gute Stunde sp&auml;ter liegen wir wieder in unseren Schlafs&auml;cken, doch zuvor m&uuml;ssen wir zwei Jungs der ukrainischen Expedition aus unserem Zelt verscheuchen: Sie sind &uuml;ber den Westgrat aufgestiegen und &uuml;ber den Nordostgrat abgestiegen. In ihrer Ersch&ouml;pfung haben sie die erste Behausung, die ihnen im Abstieg &uuml;ber den Weg gelaufen ist, bezogen... Den Tag &uuml;ber vegetieren wir in unserem Zelt so dahin, erst gegen Nachmittag h&ouml;rt der Schneefall auf. Arnold bekommt den neuesten Wetterbericht und alle Teams beschlie&szlig;en, morgen einen erneuten Gipfelversuch zu starten. Um 22.00 Uhr stehen wir auf&nbsp; und beginnen mit dem m&uuml;hsamen Schneeschmelzen und Wasserkochen. Gegen Mitternacht gibt pl&ouml;tzlich Luis` Stirnlampe den Geist auf - Alix wird mit der Aufgabe betraut, bei den Nachbarn Blair und Marty nach Batterien oder einer Ersatz-Stirnlampe zu <br />fragen....etwas verwundert wirkt Blair schon, als da pl&ouml;tzlich um 24.00 Uhr an sein Haus geklopft wird, aber er hilft gro&szlig;z&uuml;gig aus - Danke, Blair!</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Mon, 24 May 2010 16:05:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=153#01id153</guid>
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  <title>Sonntag - Aufstieg nach C4</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=152#01id152</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276960259.jpg" target="_blank"><img title="C4 auf 7800 m" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276960259.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Seit 5.00 Uhr kitzelt uns die Sonne im Gesicht, aber nachdem die heutige Etappe relativ kurz ist, g&ouml;nnen wir uns ein Ausschlafen bis 6.00 Uhr. Gegen 10.00 Uhr starten wir mit schweren Rucks&auml;cken, denn wir verschieben das Zelt, Kochutensilien etc. von C3 nach C4. Die anderen Expeditionen bauen ihr Lager 4 bereits nach 2 Std. Gehzeit auf 7600m auf, wir gehen noch weiter und erreichen nach insgesamt 4 Std. in einer H&ouml;he von 7800m, gesch&uuml;tzt unter einem Serac, einen perfekten Platz f&uuml;r unser Lager 4. Der Boden ist hier ganz eben, so dass das Zelt schnell aufgestellt ist. Da morgen unser Gipfeltag sein soll, versuchen wir nachmittags noch so viel wie m&ouml;glich zu trinken und liegen fr&uuml;h in den Schlafs&auml;cken. Doch wie so oft, kommt vieles erstens anders...&nbsp;</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sun, 23 May 2010 16:04:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=152#01id152</guid>
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  <title>Samstag - Aufstieg nach C3 / Makalu La</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=151#01id151</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277045972.jpg" target="_blank"><img title="Die letzten Meter zum Makalu La" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277045972.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Gegen 9h starten wir unseren Aufstieg zum Makalu La bei sch&ouml;nstem Wetter. Es ist heute viel los an den Fixseilen: Fabrizio steigt mit seinem Team ebenfalls auf, auch die Gruppe samt Sherpas um Arnold Coster. Gegen 15 Uhr erreichen wir unser Depot knapp unterhalb vom Makalu La, laden Essen, Zelt und Kocher auf und erreichen dann um 16.30 Uhr unser Lager 3, knapp hinter dem Pass - das GPS sagt 7477m als H&ouml;he. Es ist kaum zu glauben: Ein paar Mal hat uns der Makalu La wegen Sturm "abgeworfen", aber heute ist es sonnig und windstill! Wir bauen unser Zelt neben denen von Arnold Coster auf und kochen noch in der Sonne bis um 18.00 Uhr.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sat, 22 May 2010 16:02:00 +0200</pubDate>
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  <title>Freitag - Aufstieg nach C2</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=150#01id150</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276959712.jpg" target="_blank"><img title="Lagerleben in C2" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276959712.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Gegen 10.30 Uhr starten Luis, Alix und Joe im ABC - gem&uuml;tliche 6 Stunden ben&ouml;tigen wir in unser Lager 2. Die von uns zu Beginn der Expedition fixierte Gletscherbr&uuml;cke auf ca. 6400m ist inzwischen so fragil, dass wir heute die Variante weiter links w&auml;hlen, die eine andere Expedition versichert hat. Sp&auml;ter erfahren wir, dass unser Weg von den anderen Expeditionen "The German Bridge" getauft wurde. Joe, der etwas fr&uuml;her das C2 erreicht, kocht schon flei&szlig;ig drau&szlig;en in der Sonne. Das ist auch gut so, denn sp&auml;ter, als wir uns zu dritt ins Zelt verkriechen und der Schatten &uuml;ber das Lager 2 f&auml;llt, f&auml;ngt es bereits wieder an zu st&uuml;rmen, so muss das Abendessen "indoors" stattfinden.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Fri, 21 May 2010 16:00:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=150#01id150</guid>
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  <title>Donnerstag - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=149#01id149</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277045898.jpg" target="_blank"><img title="Beratung im ABC" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277045898.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" /></a> <br />Gleich nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck machen wir uns daran, nochmals Charly Gabl in Innsbruck anzurufen. Er ist heute bereits um 6.00 Uhr im B&uuml;ro (das ist Einsatz!), da er noch eine Expedition am Everest vor deren finalen Aufbruch beraten muss. Das nutzen wir nat&uuml;rlich auch gerne, um uns endg&uuml;ltig f&uuml;r den 23. oder 24.5. als Gipfeltag festzulegen. Nach den Informationen, die er uns geben kann, scheint sich alles auf den 24. zuzuspitzen. Wir beschlie&szlig;en zu dritt - Alix, Joe und Luis - morgen ins C2 aufzusteigen, dann am 22. weiter in den Makalu La, 7400 m, zu steigen und dort ein Lager C3 aufzubauen. Dieses wird am Folgetag, den 23. weiter auf C4, 7800 m, verschoben. Von dort aus wollen wir den Gipfel am 24. angehen. Wir haben uns zu dieser konventionellen Taktik entschlossen - d.h. kein Lager zu &uuml;berspringen, obwohl wir uns dies bei unserem Konditions- und Akklimatisationszustand zutrauen k&ouml;nnten - da es vormittags t&auml;glich noch sehr windig sein und erst im Laufe des Tages Beruhigung eintreten soll. So haben wir die M&ouml;glichkeit, die st&auml;rksten Phasen abzuwarten und auch einmal sp&auml;ter aufzubrechen, falls dies erforderlich sein sollte. Am 25.5. sollten wir dann wieder im ABC angekommen sein und k&ouml;nnen Bericht erstatten, wie es uns ergangen ist.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Thu, 20 May 2010 22:35:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=149#01id149</guid>
</item>
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  <title>Mittwoch - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=148#01id148</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276958951.jpg" target="_blank"><img title="Das Projekt Skibefahrung des Makalu" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276958951.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Nach dem lebendigen Fr&uuml;hst&uuml;ck bei Arnolds Truppe fragen wir einen erneuten Wetterbericht bei Charly Gabl in Innsbruck ab. Er prognostiziert uns die besten Gipfelchancen f&uuml;r den 23. oder 24.5., obwohl auch dann die Winde niemals signifikant unter 40-50 km/h (auf Gipfelniveau) absinken werden. Dies ist tats&auml;chlich eine sehr schwierige Saison, selten haben wir erlebt, dass sich der Jetstream so beharrlich lange mit solcher Vehemenz im Himalaya fest h&auml;ngt. Auch am gro&szlig;en Nachbarn, dem Mount Everest, bereiten sich zahlreiche Bergsteiger auf dieses Wetterfenster vor. Unsere direkten Nachbarn, die franz&ouml;sisch-amerikanische Gruppe r&uuml;stet f&uuml;r einen Gipfelgang am 22.5., die anderen Gruppen sind sich noch etwas unschl&uuml;ssig und wollen gegebenenfalls noch einmal abwarten. Luis m&ouml;chte auch allein und trotz der eisigen Verh&auml;ltnisse eine Skibefahrung des Berges versuchen. Ansonsten sind unsere Aussichten aber eigentlich klar: Wollen wir den 23.5. versuchen, m&uuml;ssen wir morgen ins C2 aufsteigen - wollen wir den 24.5. w&auml;hlen, geht es einen Tag sp&auml;ter los. L&auml;nger abzuwarten ist uns nicht m&ouml;glich, wir m&uuml;ssen sp&auml;testens am 27.5. vom ABC aufbrechen, denn auch wir wollen die Route &uuml;ber die Ice Cols als R&uuml;ckweg in die Zivilisation w&auml;hlen, die bis nach Lukhla f&uuml;nf Tage in Anspruch nehmen wird. Das f&uuml;r den Gipfelversuch zur Verf&uuml;gung stehende Wetterfenster ist also eng, die Bedingungen alles andere als optimal - es bleibt nach wie vor spannend!</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Wed, 19 May 2010 22:34:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=148#01id148</guid>
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  <title>Dienstag - Abbau des ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=147#01id147</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276958446.jpg" target="_blank"><img title="Abstieg durchs Chagotal (li.)" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276958446.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Heute ist es nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck an der&nbsp; Zeit, sich von der gesamten Heute ist es nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck an der&nbsp; Zeit, sich von der gesamten Begleitmannschaft zu verabschieden. Leider ist bisher nur ein Teil der Tr&auml;ger gekommen, mit denen unser Koch Gopal, unser Hilfskoch Manus, unser Sirdhar Nima, unsere Climbing Sherpas Singi und Nima ins Tal absteigen. Ein Teil des Gep&auml;cks bleibt hier im ABC stehen, bis die restlichen Tr&auml;ger nach und nach eintreffen. Auch Anja steigt mit ihnen bis zum Hillary BC ab, von wo aus sie anderntags vom Helikopter zusammen mit dem Briten Ron, der den Hubschrauber chartert, abgeholt werden soll. Wir verabschieden uns herzlich voneinander. Dann sind nur noch Alix, Joe und Luis &uuml;brig, die in zwei Zelten im rudiment&auml;ren ABC ausharren. Zum Gl&uuml;ck sind wir zum Verbleib von Arnold Costers Truppe nebenan eingeladen worden, mit denen wir die gesamte Zeit im ABC ein sehr herzliches Verh&auml;ltnis gepflegt hatten. So freuen wir uns, abends einen warmen Platz zum Essen und Verweilen zu haben und der einen oder anderen n&auml;chtlichen Filmvorf&uuml;hrung beiwohnen zu k&ouml;nnen.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Tue, 18 May 2010 22:33:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=147#01id147</guid>
</item>
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  <title>Montag - Aufbruch zum Ice Col Trek</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=146#01id146</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276958518.jpg" target="_blank"><img title="Abschied vom ABC" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276958518.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck werden hektisch die letzten Rucks&auml;cke gepackt, dann verabschieden wir uns ganz herzlich voneinander und w&uuml;nschen einander Gl&uuml;ck. Die "Ice-Col-Gruppe" will es heute noch bis ins Passlager schaffen, um am n&auml;chsten Tag beide P&auml;sse .- East und West Col - m&ouml;glichst auf einen Satz bew&auml;ltigen zu k&ouml;nnen. Am n&auml;chsten Tag geht es ins Hinku- Tal bis ins Amphu- Lhaptsa-BC und am Folgetag &uuml;ber den gleichnamigen Pass nach Chukhung im Khumbu- Gebiet. Ab dort ist es dann nur noch Wanderautobahn und eine Frage von zwei Tagen, bis man in Lukhla ankommt. Wir anderen im ABC verbliebenen, Anja, Alix, Joe und Luis, bauen den gesamten Tag Zelte ab und packen Gemeinschaftsg&uuml;ter ein. Anja offenbart sich ganz unerwartet die Gelegenheit, am 19.5. bei einem Helikopter vom Hillary Basecamp aus mit nach Lukhla fliegen zu k&ouml;nnen, was sie dankbar annimmt, da sie noch immer gro&szlig;e Probleme mit ihrer H&uuml;fte hat. Beim Abendessen kommen wir uns zu viert richtig verloren vor im riesigen Messzelt.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Mon, 17 May 2010 22:32:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=146#01id146</guid>
</item>
<item>
  <title>Sonntag - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=145#01id145</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277045921.jpg" target="_blank"><img title="Das ABC von oben" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277045921.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Bereits beim Fr&uuml;hst&uuml;ck beginnen die Debatten &uuml;ber die beste Route &uuml;ber die Ice Cols. Denn das ist der Plan der verbliebenen Sieben - Steffi, Jo, Helga, J&uuml;rgen, Christoph, Arthur und Klaus. Alix, Joe und Luis werden noch eine weitere Woche im ABC dranh&auml;ngen und hoffen auf eine weitere Gipfelchance. Anja, die heute von C2 absteigt, geht es mit ihrer H&uuml;fte nicht so gut und sie plant zusammen mit dem Tr&auml;gertross &uuml;ber die normale Route nach Tumlingtar hinauszulaufen. So herrscht nachmittags emsige Gesch&auml;ftigkeit, denn jeder hat Sachen zu packen und Dinge vorzubereiten. Die Stimmung ist wieder gut, denn anstelle der bisherig vorherrschenden l&auml;hmenden Lethargie hat nun jeder wieder etwas, auf das er/sie sich freuen kann. Die Nachmittagsstunden vergehen wie im Fluge und schon steht das Abendessen auf dem Tisch, das letzte das wir gemeinsam einnehmen werden. Dazu gibt es - dem Anlass geb&uuml;hrend - ein Bier und einen Verdauungsschnaps.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sun, 16 May 2010 22:31:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=145#01id145</guid>
</item>
<item>
  <title>Samstag - Abstieg ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=144#01id144</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276959643.jpg" target="_blank"><img title="Schlechtes Wetter in den Bergen" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276959643.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Morgens hat sich die Entscheidung bereits selbst getroffen, noch immer wehen Sturmb&ouml;en von 70-80 km/h um unsere Zelte. Bei diesen Winden ist an einen Aufstieg zum Makalu La nicht zu denken. Erst am sp&auml;ten Vormittag beruhigt sich die Lage etwas und man kann vors Zelt treten. Einen weiteren Tag Aufschub verkraftet unser eh schon strapazierter Zeitplan auf keinen Fall. Damit ist die Sachlage klar: Der Gipfelversuch ist gescheitert, die Expedition (zumindest f&uuml;r die meisten) vorbei. Das tut weh, aber am Ergebnis gibt es nichts zu<br />r&uuml;tteln. W&auml;hrend der restlichen Vormittagsstunden graben wir die Zelte aus dem Schnee und packen die Ausr&uuml;stung zusammen. Gegen 12.00 Uhr treten wir den Abstieg ins Tal an. Auf dem Weg kommen wir am C2 der Franzosen vorbei. Auch Anja treffen wir dort an, die heute einen weiteren Ruhetag einlegen will und am n&auml;chsten Tag mit einem Amerikaner und einer Schweizerin Richtung Makalu La aufsteigen m&ouml;chte. Einige der franz&ouml;sischen Bergsteiger sind im Hochlager verblieben, wollen heute einen Ruhetag einlegen und am 16. direkt ins C4, 7800 m (das aber noch nicht eingerichtet ist) aufsteigen, um am 17. einen Gipfelversuch in Angriff zu nehmen. Wir w&uuml;nschen ihnen viel Gl&uuml;ck, steigen weiter ab und r&auml;umen auf dem Weg unser Depot auf C1, 6300 m. Schwer bepackt kommen wir am Gletscherbeginn an und satteln auf leichtes Schuhwerk um. Um 15.00 Uhr laufen wir zusammen im ABC ein und werden mit hei&szlig;er Suppe empfangen. Entt&auml;uschung und Ersch&ouml;pfung verschaffen sich danach in einem Nachmittagsnickerchen Erleichterung. Gleichzeitig bedeutet die endg&uuml;ltige Entscheidung aber auch Linderung, die lange Zeit des gespannten Wartens hat nun ein Ende - zumindest f&uuml;r diejenigen, die sich nicht mit dem Gedanken tragen zu verl&auml;ngern. Nun k&ouml;nnen Pl&auml;ne f&uuml;r die R&uuml;ckkehr nach Kathmandu geschmiedet werden. Aus diesem Grund ist die Atmosph&auml;re beim Abendessen geladen von einer seltsamen Mischung aus Wehm&uuml;tigkeit und Aufbruchsstimmung.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Sat, 15 May 2010 22:29:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=144#01id144</guid>
</item>
<item>
  <title>Freitag - Aufstieg Makalu La</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=143#01id143</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276959987.jpg" target="_blank"><img title="Aufstieg zum Makalu La" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276959987.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />5.00 Uhr wird geweckt, um 8.00 Uhr geht es los. Die Rucks&auml;cke mit der ganzen Ausr&uuml;stung sind erdr&uuml;ckend schwer, es hat jeder um die 25 kg - teilweise bis zu 30 kg - auf dem Buckel. Da kann schon etwas Neid aufkommen, wenn man die franz&ouml;sischen Bergsteiger mit ihren handlichen "Daypacks" sieht, denen Zelte, Seile, etc. von den Climbing Sherpas hinaufgetragen werden. Aber wir wollten es ja nicht anders haben. Anderseits sind wir auch stolz darauf, uns nicht den Weg von sauerstoffarmierten Hilfskr&auml;ften ebnen lassen zu m&uuml;ssen. Genau um 12.00 Uhr kommen wir nach dem ersten Felsriegel am mittleren Eisfeld an und legen dort eine Pause ein, um zu trinken und etwas zu essen. 1 1/2&nbsp; Stunden dauert die &Uuml;berquerung des Eisfeldes, das trotz kontinuierlicher Firnauflage sehr m&uuml;hsam zu begehen ist. Bislang ist uns das Wetter hold, es ist sonnig und der Wind sehr gering, so dass es uns in unseren Daunenanz&uuml;gen schon eher zu warm wird, auch wenn wir alle erdenklichen &Ouml;ffnungen aufgerissen haben. Der zweite Felsriegel beginnt steil mit dem Blankeiscouloir, dessen Versicherung uns vor 14 Tagen so viel M&uuml;he gekostet hatte. Das Eis ist immer noch hart wie Stahl und spr&ouml;de wie Kn&auml;ckebrot, die Frontalzacken finden nur m&uuml;hsam Halt und m&uuml;ssen sorgsam platziert werden, um nicht abzurutschen. Meter um Meter k&auml;mpfen wir uns h&ouml;her. Zu unserem Leidwesen wird der Wind nun immer st&auml;rker und auch Quellbew&ouml;lkung nimmt uns einige Male die Sicht. Noch einmal 100 Meter h&ouml;her, dann liegt das steilste St&uuml;ck hinter uns. Nach einer schmalen Schneeschulter folgen die Fixseile Felsb&auml;ndern in eine plattige Felszone nach rechts. Kurz vor Erreichen der felsigen Kante des Makalu La kommen uns pl&ouml;tzlich eine Franz&ouml;sin und deren Head Climbing Sherpa Chiring Dorje im Abstieg entgegen, kurze Zeit sp&auml;ter folgen Joe und Helga. Sie haben den La einige Zeit vor dem Hauptfeld erreicht und festgestellt, dass dort oben 80 - 90 km/h Wind herrschen. Auf unserer Seite sind es wenigstens nur 50 - 70 km/h, doch dort oben auf der ungesch&uuml;tzten Hochfl&auml;che besteht nicht die geringste M&ouml;glichkeit, ein Zelt zu errichten. Zudem h&uuml;llt den Sattel immer wieder dichte Bew&ouml;lkung ein, so dass die Gefahr, sich auf der konturlosen Hochfl&auml;che zu verirren, sehr gro&szlig; ist. Wir suchen noch einige Zeit nach einer Zeltm&ouml;glichkeit auf der hiesigen Seite, doch es will sich kein geeigneter Platz finden lassen. Schnell sind wir auch so ausgek&uuml;hlt, dass wir handeln m&uuml;ssen. Zudem ist es bereist 16.30 Uhr und die Zeit dr&auml;ngt. Mangels Alternativen entschlie&szlig;en wir uns schweren Herzens zur Umkehr. Auch die franz&ouml;sische Gruppe ist bereits geschlossen im Abstieg begriffen. Z&uuml;gig folgen wir den Fixseilen hinunter, die Daunenanz&uuml;ge mittlerweile komplett bis zur Kapuze geschlossen. Offen liegende Hautpartien sind im Nu wei&szlig; angelaufen, Sturmhauben und Skibrillen m&uuml;ssen aus dem Rucksack gekramt werden. Kurz vor 19.00 Uhr, noch bei Tageslicht, kommen wir vom eisigen Wind ausgelaugt in unserem Hochlager an. Sofort wird der Gaskocher angeschmissen, um die wenige Zeit zum Rehydrieren und Regenerieren zu nutzen. Falls wir am n&auml;chsten Tag nochmals einen Versuch wagen wollen, haben wir nur dann eine Chance. Lange Diskussionen, die wir an diesem Abend von Zelt zu Zelt &uuml;ber Funk f&uuml;hren, werden auf den n&auml;chsten Morgen vertagt. Wir wollen sehen, in welchem Zustand wir dann sind. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist das Wetter, da es heute deutlich windiger als prognostiziert war. Anja ist heute im unteren Lager 2 verblieben, um sich zu erholen und m&ouml;chte am Folgetag die Fixseile zum La so hoch hinauf steigen, wie es ihr m&ouml;glich ist. Nachdem alles unbedingt Erforderliche geregelt ist, sinken wir in einen komat&ouml;sen Schlaf der Ersch&ouml;pfung. Nacht r&uuml;ttelt und zerrt der Sturm an unseren Zelt- w&auml;nden, so dass an eine ungest&ouml;rte Erholung kaum zu denken ist.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Fri, 14 May 2010 22:28:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=143#01id143</guid>
</item>
<item>
  <title>Donnerstag - Aufstieg zum Gipfelversuch</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=142#01id142</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276959853.jpg" target="_blank"><img title="Auf dem Weg zum C2" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276959853.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Zwischen 9.00 und 10.00 Uhr brechen wir zum C2, 6800 m, auf. Das Wetter  ist traumhaft, es weht in unseren H&ouml;henlagen nur ein leichter Wind und auch weiter oben macht es keinen zu st&uuml;rmischen Eindruck. Wegen der zunehmenden Ausaperung der unteren Gletscherzunge haben wir bereits beim letzten Gang unser Depot mit den Steigeisen und schweren Stiefeln etwas tiefer auf die Seitenmor&auml;ne des Gletschers verlagert. Ohne im fr&uuml;heren Lager 1, 6300 m, Rast zu machen, marschieren wir &uuml;ber die Gletscherh&auml;nge zum C2, an dem wir zwischen 15.00 und 15.30 Uhr ankommen. Anja kommt gegen 17.00 Uhr ins Lager 2 der franz&ouml;sisch-amerikanischen Gruppe und bleibt dort &uuml;ber Nacht in einem leeren Zelt, da sie sehr ersch&ouml;pft ist. Die Zelte sind von den starken Winden der letzten Tage mit Schnee zugeblasen und wir m&uuml;ssen sie erst einmal ausgraben, um hinein zu kommen. Auch die Liegefl&auml;chen sind etwas ausgeschmolzen und wir m&uuml;ssen sie wieder herrichten, ehe unser zu Hause wieder bezugsf&auml;hig ist. Nachmittags wird viel Schnee geschmolzen und getrunken und gegessen. Auch die franz&ouml;sische Gruppe ist in ihr 200 Meter tiefer gelegenes C2 eingezogen und m&ouml;chte f&uuml;r den 16.5. einen Gipfelversuch unternehmen. Deren Climbing Sherpas sollen am selben Tag als Vorauskommando die fehlenden Fixseile im French Couloir und am Gipfelgrat anbringen. Wir beabsichtigen zwar, am Gipfeltag vor der franz&ouml;sischen Gruppe aufzubrechen und mit m&ouml;glichst geringen Versicherungsarbeiten auszukommen, doch unter Umst&auml;nden bedeutet dies auch f&uuml;r unseren Abstieg eine Erleichterung. Der Abend bricht j&auml;h und eisig herein, die Ausblicke von C2 auf die benachbarte Gipfelwelt sind wieder einmal atemberaubend.&nbsp;</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Thu, 13 May 2010 22:27:00 +0200</pubDate>
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  <title>Mittwoch - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=141#01id141</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276959214.jpg" target="_blank"><img title="Pre-Summit-Party bei Arnold Coster" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276959214.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Nach dem Fr&uuml;hst&uuml;ck weicht die sonst &uuml;bliche Lethargie des Ruhetages pl&ouml;tzlich emsiger Gesch&auml;ftigkeit. Jeder hat noch etwas herzurichten, morgen geht es hinauf ins C2. Essen wird zusammengepackt, W&auml;rmesohlen aufgeladen, Eispickel geschliffen. Alle sind froh, dass die lange Zeit des Wartens nun ein Ende findet, egal wie das Abenteuer ausgehen m&ouml;ge. Auch die Franzosen und ein gro&szlig;er Teil der Amerikaner r&uuml;sten zum Aufbruch, mit Climbing Sherpa voraussichtlich um die 15 Personen. Das wird wieder zu Staus und Problemen an den Fixseilen f&uuml;hren, wir werden unsere Taktik f&uuml;r die kommenden Tage genau durchdenken m&uuml;ssen, um nicht beim Warten im eiskalten Wind wertvolle Energie zu verlieren. Mittags gleichen wir nochmals untereinander die verschiedenen Wetterprognosen ab, doch es haben sich keine bedeutenden &Auml;nderungen ergeben. Nachmittags l&auml;dt die Expedition von Arnold Coster zu einer "Pre-Summit-Party" mit Bier, Mustang Coffee und Rakshi ein. Etwas angeheitert gehen wir l&uuml;ckenlos zum Abendessen &uuml;ber. Den ganzen Tag peitschen Windb&ouml;en das ABC und die H&ouml;henwinde wirbeln kilometerlange Schneefahnen am Grat zwischen Kangchungtse und Makalu auf. Die n&auml;chsten Tage werden zeigen, ob das Wetter auf dem richtigen Weg ist und uns eine Chance auf einen Gipfelversuch gew&auml;hrt.</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Wed, 12 May 2010 22:16:00 +0200</pubDate>
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  <title>Dienstag - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=140#01id140</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1277046005.jpg" target="_blank"><img title="Wenn der Computer nicht w&auml;re..." src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1277046005.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" width="490" height="276" /></a> <br />Auch der Wind im ABC ist zu Zeiten sehr stark und die Zelte m&uuml;ssen immer wieder nachgespannt und kontrolliert werden. Beim K&uuml;chenzelt steht mittlerweile das zweite Kletterseil im Einsatz, um es auf dem Boden zu vert&auml;uen. Gegen Mittag bringt uns Chris von der amerikanischen Expedition ihren neuesten Wetterbericht vorbei. Noch immer besteht eine gro&szlig;e Diskrepanz zwischen den angegebenen Windst&auml;rken. Wir hoffen, die Wahrheit m&ouml;ge zumindest irgendwo zwischen den Modellen liegen, dann h&auml;tten wir eine gewisse Chance, am 16. den Gipfel erreichen zu k&ouml;nnen. Nach einer abschlie&szlig;enden Besprechung nach dem Mittagessen vereinbaren wir, an unserem bisherigen Plan festzuhalten und alles auf den 16. als Gipfeltag zu setzen. Demnach m&uuml;ssen wir am 13.5. zum C2, 6800 m, aufbrechen. Dies sollte zun&auml;chst kein Problem sein und mit den geringeren Wind- geschwindigkeiten am n&auml;chsten Tag, sollte es uns dann auch m&ouml;glich sein, den Makalu La, 7400 m, zu erreichen und dort oben in Zelten die Nacht &uuml;berstehen zu k&ouml;nnen. Der Nachmittag vergeht in einer Atmosph&auml;re gespannter Erwartung aber auch etwas Vorfreude, dass sich endlich wieder etwas zu bewegen scheint, ist zu versp&uuml;ren. Nach dem Abendessen verschafft wiederum ein "Actionfilm" Ablenkung von den t&auml;glichen Problemen des H&ouml;henbergsteigers und konfrontiert uns stattdessen mit dem Alltag eines Berufskillers. Im Vergleich dazu haben wir es ja noch wirklich leicht...</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Tue, 11 May 2010 22:14:00 +0200</pubDate>
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  <title>Montag - ABC</title>
  <link>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=139#01id139</link>
  <description><![CDATA[<p style="text-align: justify;"><a class="lightbox" href="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/1276958973.jpg" target="_blank"><img title="Der Jetstream zaubert unheimliche Wolken an den Himmel" src="http://www.goclimbamountain.de/acp/01pics/showpics.php?img=1276958973.jpg&amp;size=490" alt="&copy; by www.goclimbamountain.de" /></a> <br />Die Morgenstunden wollen nur m&uuml;hselig langsam verstreichen, bis der mit Spannung erwartete Anruf bei Charly Gabl in Innsbruck mittags ansteht. Leider sind die Nachrichten keine guten: Der Jetstream soll sich erst gegen den 22.5. endg&uuml;ltig aus Ostnepal verabschieden, das ist definitiv zu sp&auml;t f&uuml;r uns. Unsere Tr&auml;ger sind mittlerweile fix f&uuml;r den 18.5. bestellt. Ein winziges Fenster mit geringeren Windst&auml;rken k&ouml;nnte sich noch um den 16./17.5. herum einstellen, doch die Angaben der verschiedenen Prognosemodelle differieren enorm (von 20 km/h Windst&auml;rke auf Gipfelniveau bis hin zu 60 km/h) und erstrecken sich von "optimal" bis "illusorisch" f&uuml;r denselben Tag. Entsprechend gro&szlig; ist die Verunsicherung aber wir sind uns dahin gehend einig, dass wir die Chance wahrnehmen wollen, wenn es denn tats&auml;chlich eine sein sollte. Die Diskussionen halten &uuml;ber den Nachmittag hinweg an, erst nach dem Abendessen kommt mit unserem nun beinahe t&auml;glichen "Kinoabend" (wir sehen uns auf dem Laptop im Messzelt "No Country for Old Men" zusammen an) etwas entspannte Atmosph&auml;re auf. Nachts ist es zum Teil sehr b&ouml;ig, dann wieder nahezu windstill aber die H&ouml;henstr&ouml;mung rauscht &uuml;ber die Berggipfel, dass man das Gef&uuml;hl hat, man bef&auml;nde sich am Meer oder an einer ICE-Trasse.&nbsp;</p><p></p>]]></description>
  <author>Luis Stitzinger</author>
  <pubDate>Mon, 10 May 2010 22:14:00 +0200</pubDate>
  <guid>http://www.goclimbamountain.de/tagebuch.php?artid=139#01id139</guid>
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